überspringe Navigation

Schlagwort-Archive: wort zum sonntag

Sehr geehrte Damen und Herren, hallo Mama und guten Morgen liebe Studenten,

mit diesen nun folgenden Zeilen soll eine Ära zuende gehen. Acht Folgen sein ja nunmal auch wirklich genug, sagt mein antikommerzieller Geist, bevor er sich fortan in einem Iglo auf Helgoland einfinden wird und von dort aus wenigstens niemanden (insbesondere mir nicht) schaden kann. Es ist Zweitausendzehn (und Wir sind hiermit offiziell dazu auserkoren, als Erste wichtige, die Gesellschaft prägende Plattform [mit Betonung auf erster Silbe] das Wort ‘Zweitausendzehn’ ausgeschrieben zu haben) und damit genug! der zweiwöchentlichen Predigt, die passenderweise Dreiwochen nach dem letztmaligen Ausstoß von dürftiger Unterhaltung für die geistig Schwachen (oder zumindest das was die Anderen als solches empfinden) das Ende verkündet und vonnunan ihr Heil im schwarzen Loch ewiger Unerreichbarkeit fristen wird – vergessen aber nicht vergeben.

Das Bier ist auf, die erste Kippe fast aus: Los geht!!!

… mit was auch immer… Ganz ehrlich, im letzten Output gab es nichts zu berichten und im hiesigen sieht es kaum anders aus. Ich könnte jetzt von den Themen des Abends anfangen, doch: Pah! Soll der Kopf, der Blöde, sich doch was anderes einfallen lassen, wenn wir schonmal dabei sind uns so. Kann ich denn auch was anderes tun, als jene Forderungen zu wiederholen, die meine vorherigen Beiträge bereits ausreichend ergründet haben? Soll ich tiefer in die Materie einsteigen, als schlicht zu sagen: alles Scheiße, alles Dreck, eine Bombe, alles weg? Nö. Kein Interesse, danke, gehen Sie bitte nach links, werfen Sie ums Verrecken keinen Blick nach rechts, gehen Sie über Los und streichen Hartz IV ein. Was ich besonders Herrn – ich bin ein übergroßes populistisches Arschloch ohne fortführenden Zweck – Koch aus Hessen im Niemandsland zwischen Süderelbe und Bayern empfehlen möchte. Drei Jahre Hartz Vier, fünf Jahre Schuldenberg eines durchschnittlichen Angesteltenhaushalts und eine Frau mit Tripper von einem Straßenstricher wünsch ich Dir, Du ekelerregende Kanaille und Schande für einen Mann. Du bist der Grund, warum es besonders in Amiland Gang und Gebe (Gäbe?) ist, den gemeinen Hessen als Inbegriff altdeutscher Boshaftigkeit darzustellen (siehe Sleepy Hollow, Baltimore oder: Der standhafte Zinnsoldat und der Vampir). Mögen Deine Innereien verrotten!

Puh, das hat gutgetan. Doch dies ist keine Übung, wir befinden uns im offenen Widerstand zu dem, was die neoliberale Weltordnung aus der Wertegemeinschaft ‘Staat’ gemacht hat, als sie den abhängig Beschäftigten und den gar nicht beschäftigten zum Feind derer von Kapital gemacht hat, zum Abschaum der Nacht und alkoholabhängigen DSDS-Zuschauer ohne Daseinsberechtigung außer dem, dem Konsumgütermarkt zu verehren und Sie alle, die ihn beherrschen und wie eine Mine ausbeuten, in einem Berg von Geld am eigenen Reichtum ersticken zu lassen und den hierüber Ausgenommenen die Verachtung des scheinbar überlegenen Geschöpfes anheim fallen zu lassen. Fuck it all. The Punishment of all wie Demolition Hammer einst korrekt und wahrscheinlich ob eines anderen Grundes aufschrien in ihrem absoluten Meisterwerk der Songkomposition. Fuck it all und danke für die Blumen, Ihr Scheisswixer. (Flappflappflapp, ich wix die Scheiße nicht zu knapp).

Das Glorreiche an der Fäkalsprache ist doch, das es keine andere gibt, in der so adäquat auf die Umstände in der Welt an sich und der Gesellschaft im Speziellen reagiert werden kann.

Doch die allgemeine Verfäkalisierung dieses Artikels ist , zwar ein hehres, doch kein, nicht(-) Ziel des heutigen Verklausolidarisierungsbonnifatiöses Dings Mit Namen Heiner Der Es Schon Immer Wusste. Anregendes zum folgenden und jeden weiteren Montag der Welt! zu schreiben ist eben jenes, was wiedermal unmöglich wird, ob der Tatsache, daß eben gerade Sie, viel lieber DSDS kucken und dabei Protwein ausm Lidl saufen, als Sie sollten. Doch ist das Ihr Gutes Recht; Wir, Ich, Sie wollen es Ihnen nicht nehmen, nur übernehmen, was dahinter läuft; hinter der Stirn des Anstoßes sozusagen, was ja mal Zeit wurde, es zuzugeben, anstatt der Leugnung überfahren zu werden. Soviel zum Dadaistischen Anspruch danke, das war ja auch Zeit, Grüß Gott, wo ist mein Scheck zum Selbsteintragen. Die Gier erhält uns am Leben.
Ich jedenfalls, glückelig und viel zu lange als meinem Arbeitgeber Recht sein dürfte, werde mich gleich sonnen im Schatten dieser Großtat von einem Eintrag in die Hölle der Blogoshere, unerkant, verkannt gar und sich darüber bewusst und erhört seiend… Sprechen Sie Sich vergangenen Satz fünfmal hintereinander am besten auf einem Friedhof bei Vollmond laut vor und erraten Sie im folgenden Abschnitt, was gemeint war. Ne, doch nicht, lieber huschhusch ins Warme ist kalt draußen. Ich jedenfalls,(dramatisches Komma der Bedeutungshaftigkeit) werde Euch vonnunan erstmal zumindest in Form dieser allzweiwöchentlichen Kolumne allein da draußen lassen und mein Bier, meine Kippen ohne Euch konsumieren.

Und mich darüber freuen (oder zumindest heimlich in mich herein lächelnd mich daran erinnern) Aufeinbierundvielekippenmittheohrt heute hiermit zu einem akzeptablen Ende geführt zu haben.

Schlaft gut!

Meine verehrten Damen und Herren, entzückenden Mädchen und coolen Jungens, liebe Schneekönige,
herzlich willkommen ein tatsächlich faszinierend pünktliches drittes Mal zu Auf Ein Bier(&viele Kippen)Mit TheOhrt, wiedereinmal live vorm Bildschirm und lautstark auf der Tastatur rumhackend präsentiert Ihnen NewWorld’sEve – Hort des ewigen Widerstandes gegen Alles Was Stinkt – das zweiwöchentlich stattfindende bald schon ehrwürdige Wort zum Montag aus Perspektive des selbsternannten Globalromantikers und Universalsatiristi, welcher die Projektion meines Egos darstellt.

Aber genug von akademischem Sprachgewichse und hochtrabender Selbstüberschätzung hin zum Interessantem, Berührenden und wahllos ungezwungenen Herumdenken auf Dings. Also ab dorthin, wo es hiermit nunmal hingehen soll. Der Regen besprenkelt die herbstlichen Blätterkronen der Bäume, es ist aber dunkel, darum sehn wir nix und aus den Lautsprechern dringt irgendein wütender kleiner Mann der mit billigem Hardcorelärm als Begleitung versucht seiner negativen Gefühle bezüglich Allem und Jedem Herr zu werden – und ein halber Liter Astra, Kühlschrankkalt seit gestern und ausnahmsweise qualitativ rechtfertigbarer Tabak am Brutzeln neben einem auf dem überfüllten Aschenbecher liegend und damit summasummarum die komplette Grammatik des Satzes verspeisend, ausscheident und fröhlich an die Hauswand eines Samhaimunwilligenden schmeißend sich schließlich einem anderem Thema, ob des viel zu hohen kommerziellen Potentials, endgültig zuwendend. Und überhaupt.

Wir reichen uns lieber die Pfoten zum Tanze, bewegen uns rhythmisch gebannt zur Melodei des Lead-Musikanten und betreten glücklich lächelnd die Welt der Musik, die uns offen empfängt, wie gewollte Reisende hinfort vom Sinn, hin zur Leidenschaft des treiben lassens, des Einzigen, was uns – wenn auch nur für einige Momente – alles vergessen lassen kann. Genug der Esoterik. Doch, was nun? Der Politik haben wir abgeschworen, das Gefühl verkommerzialisiert, die Gerechtigkeit verscherbelt, die Freiheit dankend abgegeben, die Hoffnung längst bestattet, die Ziele angepasst, dem Zeitgeist unterordnend unser Leben ausgerichtet. Kritik ist das keine, nur Fakten; kalte, klare Fakten über uns, die Welt, die Wir schufen und das Sein, was wir erbauten aus den Grundfesten des Konsens, des kleinsten gemeinsamen Nenners, über den wir uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit beklagen, doch nichts sagen, wenn Sie fragen, noch brav nicken, gar nichts wagen. Frühstück war gestern, heute ist Premiere – und die gehört den Murdochs und heißt jetzt auch noch anders. Manchmal kocht es zwar noch hoch in uns, manchmal brennt es wieder und erreicht einen Siedepunkt, dem wir nicht entgehen können, dann beherrschen wir uns, beruhigen uns, verstecken uns, erklären uns mit Ausflüchten, die rein gar nichts mit dem Auslöser zu tun hatten. Das ist, was wir lernen mussten auf unseren Wegen…oder nicht? Hey, es gab zwei Wochen Pause verordnet, jetzt darf wieder gegrübelt werden. Heilig, Heilig Sei der Weg.

Schluß jetzt!
Aus!
Das kapiert doch keine Sau und lidderarüsch wertvöll is dat doch auch nich! Also Schluss damit, warum nichtmal Blümchen pflücken?!

Naja, es ist halt Herbst und – tja – da ist nicht so viel mit Blumen, weißt? Der Trend geht dann eher so Richtung Tannebäume, damit die Leute einen Grund haben zu lieben und so, nicht? Wieso nicht Feste drüber machen, wenn man verlernt hat, was das heißt, nicht wahr. Schenken ist Liebe und kurbelt auch noch die Binnenwirtschaft an und sichert Arbeitsplätze (besonders von Kassenpsychologen, die sich auf Einzelhandelspersonal spezialisieren); ach, Du schöne Weihnachtszeit, bald ist es schonwieder soweit, dann kaufen wir und streiten und verschenken Eitelkeiten -…-
Aber kein Bock, darauf jetzt schon zu sprechen zu kommen und drüber nachzudenken, wir werden uns eh nur Blödsinn schenken, uns danach den Kopf verrenken, wer bekam den größten Stiefel.
Mein Kopf ist leer, was mach ich bloß, denk immer nur an ihren Schoß, ihrm Wesen auch klar: ihrem Leib, ach hätt sie dafür heut schon Zeit. Ähem. Die letztgelesenen Verse sollten möglichst als Anbiederung an den Massengeschmack bezüglich Unterhaltungstexten verstanden werden und haben keinerlei Zusammenhang mit aktuellen Anlässen, die hier berichtenswert wären. Schade eigentlich (hier beliebigen zweideutigen Smiley einsetzen).
Das Bier ist schon dreiviertel um, es schmeckt schon leicht bitterer als zu Beginn dieser kleinen sprachlichen Exkursion in den spontanen Hirnwisch eines selbstironisch als verkanntes Genie auftretenden Dummschwätzers mit den Qualitäten eines übereifrigen Possenreißers seiner eigenen Definition; genug Selbstknuddelei, nun Sport.

Nachdem uns nun aufgrund eines spontan aufgetretenen Literaturistenwurmloches der Sportbeitrag abhanden gekommen ist, beschäftigen wir uns nun lieber mit so grundsätzlichen Fragen, wie: muss ich mir die Zähne putzen, nachdem ich in einen Baum gebissen habe, weil ich einen viel zu kleinen Hund beeindrucken wollte?
Die Antwort liefert uns unser Korrepondent aus Islamadad, Hauke Hodenscheisser der Dritte, ein ausgebildeter Journalistenkenner und Weltmeister im Jogurtessen über drei Bahnen: “Selbstverständlich.” Danke Hauke, bleib wie Du bist, wir mögen Dich auch ohne beide Augen. Das Wetter bleibt so, wie es die letzten dreihundert Jahre an einigen Tagen bereits war und die Lottozahlen spielen keine Rolle, denn ich hab eh nichts gewonnen. Noch ne Kippe, wer dreht, haha, bin alleine, also aufi.

Ich finde, die Banken sollte alle Privatschulden erlassen, pleite gehen und unsere Welt damit vom Unrecht befreien, aber mich fragt ja keiner. Ich könnte behaupten, daß Geld, die Wurzel allen Übels darstellt, aber das wäre nicht wahr; wahr wäre, daß die Wurzel allen Übels in einem der zahllosen Katakomben des Vatikans aufbewahrt wird, wo sie ein angenehmes dasein fristet, ab und zu einen sich verirrenden Menistranten verspeist und im allgemeinen die Weltherrschaft an sich zu reißen versucht, jedoch stets gedanklich an der Stelle scheitert, wo es um das Marketing geht – und dies sollte man besonders deshalb als ungewöhnlich begreifen, weil die Wurzel Allen Übels – die im Übrigens die böse Drillingsschwester der weichen klatschianischen Nudel des Zornes ist – schließlich operativ an der Einführung des Marketings in das Leben beteiligt war. Die alte Sau. Doch Marketing ist schwer geworden, heutzutage. Wahrscheinlich weils scheissdreck is, aber es könnte auch einen tiefgründigeren Grund, wie zum Beispiel ‘Apfelstrudel’ haben.

Vorab verabschiede ich mich hiermit schonmal vom dieszweiwöchentlichen HalloWien-Nachträglich-Spezial, daß hoffentlich für Sie, geehrte potentielle Kunden, genauso grauenhaft und blödbefugt war, wie für mich. Ich verbleibe in endlicher Hochachtung vor dem Geist der Revolution, der Lust am Leichtsinn und der Befriedigung niederer Bedürfnisse, erledige das Bier in einem Augenaufschlag, veranlasse das Kapitol zu verkapitulieren und besinge katzenhaft den Untergang der westlichen Zivilisation, während ich mich dabei über die Diskrepanz zu meinen eigenen Ansichten amüsiere und schließlich einen Salat fritiere, damit ich nicht friere.

In diesem Sinne: mein Bier ist leer.

Willkommen meine Damen und Herren, Werwölfe und Hungerleider zur zweiten Ausgabe von ‘Auf ein Bier(& viele Kippen)mit The Ohrt, NewWorld’sEves Antwort auf das Wort zum Sonntag, aber zum Montag und ohne religiöse Bevormundung.

Die letzte Woche war erfüllt von allgemeiner Diskussion über den Grad der Unsinnigkeit, die der Nobelpreisverleihung an Barack Obama innewohnt, besonders weil er nicht für seine – für amerikanische Verhältnisse poetischen – Wahlversprechenreden den Literatur- sondern stattdessen als Führer der mächtigsten Nation der Welt, der Nation mit den meisten Soldaten in den verschiedensten Ländern der Erde, den Friedensnobelpreis erhielt. Man kam schließlich darin überein, daß Barack Obama halt Jesus ist und wir ihn dementsprechend anbeten sollten – freilich nachdem wir ihn an irgendeine witzige moderne Holzkunstruktion mit Symbolcharakter genagelt haben und in der Folge von amerikanischen Nuklearwaffen als Gottesmörder ausgelöscht werden. Grammtikalisch war dieser Satz zwar eher den behinderten zuzurechnen, doch sein Inhalt steht. Danke.
(besagter Satz betrifft tiefersinnigerweise übrigens die Zukunft, in der die Amerikaner endlich ihr Seelenheil mit der Vernichtung der Ungläubigen und Sünder vervollständigen)

Die nächste Woche wird kein derartig aufwühlendes Thema finden, denn das Böse wird die Niedertracht dann endgültig nach Vertragsabschluss ehelichen und beginnen aus der erbärmlichen weil faulen und stinkenden Hartz-Vier-Empfängerschicht Kreuzungen mit der DNA von Atlantern zuzüchten, die dem allmächtigen und großen Cthulhu endlich die Ehre erweisen werden, die ihm von den Merkeln und Westerwellen dieser Republik zugesprochen wird. Heil Dir Cthuhu! (dem folgt endlich die Bombardierung Berlins durch thermonukleare Waffen, wegen s.o.)

Da wir das ja nach meiner Aufforderung die vergangenen zwei Wochen (siehe ersten Text) mit Nachdenken verbracht haben und darüber Köpfe zerbrochen, Schlaflosigkeit erlitten und wunde Geschlechtsorgane verursacht haben, lassen wir diese Tätigkeit die nächsten zwei (oder so) Wochen bis zum nächsten Mal an gleicher Stelle aus und beschäftigen uns stattdessen wie brave kleine Krabbentierchen aus der Nordsee mit nass machen lassen (von oben, von GOTT! [setzen Sie je nach religiöser Fasson statt GOTT ALLAH, JAHWE | JEHOVA, IZANAGI und IZANAMI, WALT DISNEY oder LANCE HENRICKSON | SATAN ein]) und gebrochen und verspeist werden (vom Kapitalismus). Kommen wir also unseren Rechten und Pflichten nach, damit uns nicht schon wieder was passiert. Wie damals. Innem Krieg von damals. KRIEG! [setzen Sie je nach religiöser Fasson statt KRIEG GOTT, ALLAH, JAHWE | JEHOVA, IZANAGI und IZANAMI, WALT DISNEY oder LANCE HENRICKSON | SATAN ein])

Was mache ich bloß? Das Bier, trotz seiner geringen Fülle von 330 ml, ist erst halb leer [wir erkennen anhand des eindeutigen Beispiels, daß ein Bier nie halb voll, sondern immer halb leer ist, weil es immer ein negativer Tatbestand ist, wenn von dem Bier etwas getrunken ist, was man dementsprechend nicht mehr trinken kann und dem man in melancholischer Wehmut nachtrauert, weil man die bereits getrunkene Menge gerne nocheinmal trinken können möchte. QED] und ich eigentlich überhaupt keine Ideen mehr habe, worüber ich noch schreiben soll. Man könnte schneller trinken, das wirke dann gehetzt, mann könnte langsamer tippen, das wäre dann gesetzt, man könnte auch was reimen, das wäre großer Mist, weil sich der letzte Leser, dann eh ganz schnell verpisst.

So oder so mache ich weiter, meine Verantwortung als nunmehr Serienschreiberling Ernst nehmend und dererlei Bezug nehmend wiedereinmal auf den vorhergegangenen Text Euch mit dieser völligen Unsinnigkeit in Absatzform eventuell kräftig verwirrend.

Doch HALT! Halten Wir einen Moment inne und erinnern Wir uns an die schönen Dinge im Leben, die Sonnenstrahlen nach dem Platzregen, der Feierabend nach der Tortur des Arbeitstages, das Lächeln der hübschen Frau mit dem Furunkel auf der Stirn, dem optimistischen Ständer am Morgen und das Butterbrot mit Käse zum zweiten Frühstück. Preisen Wir die Dummheit der Mitmenschen, die uns soviele Tränen in den Augen vom vielen Lachen bescheren und geloben Wir gemeinsam der Besserung des menschlichen Wesens entgegenzuwirken, damit uns die Möglichkeit für ein paar billige, doch befreiende, Lacher auf Kosten der Anderen erhalten bleiben und Wir weiterhin mit sarkastischer Freude dem Kontakt mit anderen Homo Sapiens Sapiens entgegenschauen können. HACH! Lassen Wir uns treiben in den Ausfluss transmedialer Verdummungsmaschinerien und Kreativitätstrainingscentern, die unsere geistigen Abfälle für alle Ewigkeiten mit dem was Wir heute Kunst zu nennen pflegen konservieren, sodaß kommende Generationen lernen können, wie wenig Sinn es macht, eine bessere Welt anzustreben, wenn die eigene Genetik derart verhunzt ist. Mensch ahoi, meine letzte Kippe.

Verlassen Wir nun also wieder die Sphäre der Manique und traben dem Bette entgegen, jenem Orte der Entspannung und der Ruhe, der uns gänzlich lösen wird, von den Sorgen und Bedauerlichkeiten unseres lächerlichen Alltages; träumen Wir den Traum der Träume, den Schlafmachers seine Freud’.

In diesem Sinne: bis zum nächsten Mal, mein Bier ist leer.

Herzlich willkommen, meine Damen, meine Herren, liebe Bayern, zum ersten (und höchstwahrscheinlich letzten, aber vielleicht auch nicht) Mal zu “Auf ein Bier (& viele Kippen) mit theohrt”, welcher wohl ich bin und in Ermangelung anderer Diskussionspartner hier die Show alleine schmeisst (die grammatikalische Diskrepanz von erster und dritter Person im vorhergehenden Satz ist gewollt, findet Euch damit ab).

Es geht mal wieder ein Sonntag zuende, und weil niemand mit gesundem Urteilsvermögen noch das “Wort zum Sonntag” schaut, sondern lieber Pornografie mit Posex, hier sozusagen mein “Wort zum Montag”, mein neues “Philosophier mit Bier” oder schlicht mein Kampf gegen das Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom, das Schreiberlinger in der sogenannten Blogosphäre so umtreibt, ein weiteres Bollwerk gegen den Journalismus, die Literatur und allgemein dem “guten Geist” und per sofort auch gegen die “”…
Eine neue Arbeitswoche steht also ins Haus, da lohnt es sich nochmal über das geleistete, gedachte und verpasste der letzten nachzudenken, ohne eindeutige Schlüsse zu verbleiben und schließlich grübelnd keinen Schlaf zu finden, damit alles so bleibt wie es ist. Mein Kaffee ist alle, danke. Wem sowas interessiert: letzte Woche ging es um Koalitionsgespräche des Bösen mit der Niedertracht, dem Sarrazin sein Wackelpeterhirn und der bevorstehenden neuen Blütezeit der Satire; dem Kampf gegen die Krise, dem Kampf gegen den Reichtum der dritten Welt und den Möglichkeiten zur Wiedereinführung der Atomkraft (aber das war ja alles schon vorher so und doch hat es wiedermal niemand gewusst). Bullschitt also, aufrichtiges Desinteresse meinerseits, danke, wo ist die nächste Zigarette?
Was mich in meinem süperiösitären Geist jedoch umtreibt ist die Neugestaltung der Welt und der Menschheit an sich, die Rettung der Erde und der Kampf gegen die Lügen, Betrügereien und Blartz der Reichen und Mächtigen, die uns an jedem neuen Tag aufs Neue missbrauchen für ihre düsteren Machenschaften, die (wie immer) wahrscheinlich etwas mit der Wiederbelebung von Cthulhu (oder Christus, Mohammed und Dhalai Dingsbums) oder die Möglichkeit zur Verwüstung unserer letzten Hoffnungen auf ein wertes Leben beziehungsweise, das was wir darunter verstehen und natürlich: Fürzen zu tun haben (und sowas sollte man nicht unterschätzen).
Im Allgemeinen gilt jedoch: wir sind selbst Schuld.
Wir sind Schuld daran, daß Politiker unsere Freiheiten beschneiden und das auch noch vom Wähler belohnt wird, wir sind Schuld, daß die Erde von unserer Industrie zugrunde gerichtet wird, und wir sind auch Schuld, daß ein Erdbeben und/oder Tsunami, Sturm oder wasauchimmer (was böses jedenfalls) Samoa oder Surinam oder diese andere große Insel (oder Küstengegend) mit S verwüstet hat – weil wir es so wollten. Faulheit, Feigheit, Selbstzufriedenheit und Arroganz – das sind die Gründe, warum alles den Bach runtergeht und die Katastrophen, die dann in den Nachrichten landen sind nur die Symptome des Virus Mensch, dessen Teil wir alle sind. Amen.
Können wir was tun? Oh ja, na klar: ändert was. Das muss ja nichts großes sein: lest mal einen Tag NICHT was Poltically Incorrect so ausscheidet aus Seinem gigantischen After voller durch Pro-Amerika-Pro-Israel-verschleiertem Nazischeiss, kauft nie wieder die BILD, boykottiert die Produkte eines Großkonzerns (irgendeines Großkonzerns, nur seid mehrere dabei), trinkt weniger Alkohol und raucht Zigaretten, wo ihr es nicht dürft: all das hilft, glaubt mir und wenn nicht (also wenn ihrs nicht glaubt): beweist mir das Gegenteil. Zündet Porsches und Audis und Mercedesse und meinetwegen auch BMWs an, bekennt Euch aber nicht zur Tat (sonst ihr Hohlbratzen seid) und lasst die MoPo darüber spekulieren, was das alles zu bedeuten hat. Schmeisst ausnahmsweise mal nicht die Scheiben von McDo oder ner Bullenwache ein, sondern brennt die Hamburger Ausländerbehörde nieder oder die Redaktion des Spiegels. Oder fangt an, miteinander umzugehen, gewissenhaft und ungezwungen als sei Euer Gegenüber kein Fremder sondern ein entfernter Bekannter, den man zwar Siezt aber gerne sieht, egal wie beschissen seine Aussprache ist (und ob er Lederhose und Jägershütchen trägt – ja, selbst Bayern können Bekannte sein). Hört auf, Eurem freundlichen Umgang miteinander bestimmtes Verhalten (zB lt. Knigge) vorauszusetzen, oder Eurer Kommunikation miteinander sprachliche Regeln abzuverlangen (ja, isn Kernthema meinerseits) und – verdammte Scheisse nochmal – hört gefälligst auf Euch und Eure Gedanken so wahnsinnig Ernst zu nehmen – tendenziell isses doch eh alles Blödsinn. Wie das was ich von mir gebe, deshalb tu ichs ja auf WordPress und nicht vor Publikum.
Übrigens: das Wetter könnt ihr trotzdem nicht ändern, tut mir leid.
Macht den Fernseher aus und Euer Hirn einmal mehr an, als Normalerweise, hört auf Arme, Ausländer und Assoziale als Abschaum zu bezeichnen (wie es in Wald hinein schallt…) und tut wenigstens mal so, als ob es etwas wichtigeres als Geld, Besitz und Rechthaben gäbe… und werdet trotzdem keine Hippies, denn die stinken, sehn kacke aus und denken Mülldeponien auf Amrum.

Ich könnte mir auch vorstellen, über anderes nachzudenken:
Zum Beipiel: müssen wir den Dhalei Lhama (oder wie der geschrieben wird) gut finden, weil er debil grinst, schlauerscheinende asiatische Allgemeinplätze von sich gibt und Kalif sein will anstelle der Kalifen?
Müssen wir uns wirklich bei der GEZ anmelden, obwohl die (und deren Geldabnehmer) noch nie etwas sinniges für uns geleistet haben?
Müssen wir uns damit abfinden, daß der Lissabonner Vertrag durch ist, obwohl wir niemals selbst darüber entscheiden durften – uns schließlich aber daran halten müssen?
Müssen wir uns an Gesetze halten, die zwar von unseren gewählten Volksvertretern verabschiedet, deren Nutzen uns aber nie erklärt wurde?
Müssen wir wirklich wissen, wie es um Brangelina steht?
Müssen wir uns schuldig fühlen, weil wir wiedermal lieber einen Film über Bittorrent runtergelanden haben, anstatt wie velangt, dafür in irgendeiner Form Geld abzudrücken?
Was war zuerst, der Hahn oder die Kötel?

In diesem Sinne:
mein Bier ist leer.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.