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Meine verehrten Damen und Herren, entzückenden Mädchen und coolen Jungens, liebe Schneekönige,
herzlich willkommen ein tatsächlich faszinierend pünktliches drittes Mal zu Auf Ein Bier(&viele Kippen)Mit TheOhrt, wiedereinmal live vorm Bildschirm und lautstark auf der Tastatur rumhackend präsentiert Ihnen NewWorld’sEve – Hort des ewigen Widerstandes gegen Alles Was Stinkt – das zweiwöchentlich stattfindende bald schon ehrwürdige Wort zum Montag aus Perspektive des selbsternannten Globalromantikers und Universalsatiristi, welcher die Projektion meines Egos darstellt.

Aber genug von akademischem Sprachgewichse und hochtrabender Selbstüberschätzung hin zum Interessantem, Berührenden und wahllos ungezwungenen Herumdenken auf Dings. Also ab dorthin, wo es hiermit nunmal hingehen soll. Der Regen besprenkelt die herbstlichen Blätterkronen der Bäume, es ist aber dunkel, darum sehn wir nix und aus den Lautsprechern dringt irgendein wütender kleiner Mann der mit billigem Hardcorelärm als Begleitung versucht seiner negativen Gefühle bezüglich Allem und Jedem Herr zu werden – und ein halber Liter Astra, Kühlschrankkalt seit gestern und ausnahmsweise qualitativ rechtfertigbarer Tabak am Brutzeln neben einem auf dem überfüllten Aschenbecher liegend und damit summasummarum die komplette Grammatik des Satzes verspeisend, ausscheident und fröhlich an die Hauswand eines Samhaimunwilligenden schmeißend sich schließlich einem anderem Thema, ob des viel zu hohen kommerziellen Potentials, endgültig zuwendend. Und überhaupt.

Wir reichen uns lieber die Pfoten zum Tanze, bewegen uns rhythmisch gebannt zur Melodei des Lead-Musikanten und betreten glücklich lächelnd die Welt der Musik, die uns offen empfängt, wie gewollte Reisende hinfort vom Sinn, hin zur Leidenschaft des treiben lassens, des Einzigen, was uns – wenn auch nur für einige Momente – alles vergessen lassen kann. Genug der Esoterik. Doch, was nun? Der Politik haben wir abgeschworen, das Gefühl verkommerzialisiert, die Gerechtigkeit verscherbelt, die Freiheit dankend abgegeben, die Hoffnung längst bestattet, die Ziele angepasst, dem Zeitgeist unterordnend unser Leben ausgerichtet. Kritik ist das keine, nur Fakten; kalte, klare Fakten über uns, die Welt, die Wir schufen und das Sein, was wir erbauten aus den Grundfesten des Konsens, des kleinsten gemeinsamen Nenners, über den wir uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit beklagen, doch nichts sagen, wenn Sie fragen, noch brav nicken, gar nichts wagen. Frühstück war gestern, heute ist Premiere – und die gehört den Murdochs und heißt jetzt auch noch anders. Manchmal kocht es zwar noch hoch in uns, manchmal brennt es wieder und erreicht einen Siedepunkt, dem wir nicht entgehen können, dann beherrschen wir uns, beruhigen uns, verstecken uns, erklären uns mit Ausflüchten, die rein gar nichts mit dem Auslöser zu tun hatten. Das ist, was wir lernen mussten auf unseren Wegen…oder nicht? Hey, es gab zwei Wochen Pause verordnet, jetzt darf wieder gegrübelt werden. Heilig, Heilig Sei der Weg.

Schluß jetzt!
Aus!
Das kapiert doch keine Sau und lidderarüsch wertvöll is dat doch auch nich! Also Schluss damit, warum nichtmal Blümchen pflücken?!

Naja, es ist halt Herbst und – tja – da ist nicht so viel mit Blumen, weißt? Der Trend geht dann eher so Richtung Tannebäume, damit die Leute einen Grund haben zu lieben und so, nicht? Wieso nicht Feste drüber machen, wenn man verlernt hat, was das heißt, nicht wahr. Schenken ist Liebe und kurbelt auch noch die Binnenwirtschaft an und sichert Arbeitsplätze (besonders von Kassenpsychologen, die sich auf Einzelhandelspersonal spezialisieren); ach, Du schöne Weihnachtszeit, bald ist es schonwieder soweit, dann kaufen wir und streiten und verschenken Eitelkeiten -…-
Aber kein Bock, darauf jetzt schon zu sprechen zu kommen und drüber nachzudenken, wir werden uns eh nur Blödsinn schenken, uns danach den Kopf verrenken, wer bekam den größten Stiefel.
Mein Kopf ist leer, was mach ich bloß, denk immer nur an ihren Schoß, ihrm Wesen auch klar: ihrem Leib, ach hätt sie dafür heut schon Zeit. Ähem. Die letztgelesenen Verse sollten möglichst als Anbiederung an den Massengeschmack bezüglich Unterhaltungstexten verstanden werden und haben keinerlei Zusammenhang mit aktuellen Anlässen, die hier berichtenswert wären. Schade eigentlich (hier beliebigen zweideutigen Smiley einsetzen).
Das Bier ist schon dreiviertel um, es schmeckt schon leicht bitterer als zu Beginn dieser kleinen sprachlichen Exkursion in den spontanen Hirnwisch eines selbstironisch als verkanntes Genie auftretenden Dummschwätzers mit den Qualitäten eines übereifrigen Possenreißers seiner eigenen Definition; genug Selbstknuddelei, nun Sport.

Nachdem uns nun aufgrund eines spontan aufgetretenen Literaturistenwurmloches der Sportbeitrag abhanden gekommen ist, beschäftigen wir uns nun lieber mit so grundsätzlichen Fragen, wie: muss ich mir die Zähne putzen, nachdem ich in einen Baum gebissen habe, weil ich einen viel zu kleinen Hund beeindrucken wollte?
Die Antwort liefert uns unser Korrepondent aus Islamadad, Hauke Hodenscheisser der Dritte, ein ausgebildeter Journalistenkenner und Weltmeister im Jogurtessen über drei Bahnen: “Selbstverständlich.” Danke Hauke, bleib wie Du bist, wir mögen Dich auch ohne beide Augen. Das Wetter bleibt so, wie es die letzten dreihundert Jahre an einigen Tagen bereits war und die Lottozahlen spielen keine Rolle, denn ich hab eh nichts gewonnen. Noch ne Kippe, wer dreht, haha, bin alleine, also aufi.

Ich finde, die Banken sollte alle Privatschulden erlassen, pleite gehen und unsere Welt damit vom Unrecht befreien, aber mich fragt ja keiner. Ich könnte behaupten, daß Geld, die Wurzel allen Übels darstellt, aber das wäre nicht wahr; wahr wäre, daß die Wurzel allen Übels in einem der zahllosen Katakomben des Vatikans aufbewahrt wird, wo sie ein angenehmes dasein fristet, ab und zu einen sich verirrenden Menistranten verspeist und im allgemeinen die Weltherrschaft an sich zu reißen versucht, jedoch stets gedanklich an der Stelle scheitert, wo es um das Marketing geht – und dies sollte man besonders deshalb als ungewöhnlich begreifen, weil die Wurzel Allen Übels – die im Übrigens die böse Drillingsschwester der weichen klatschianischen Nudel des Zornes ist – schließlich operativ an der Einführung des Marketings in das Leben beteiligt war. Die alte Sau. Doch Marketing ist schwer geworden, heutzutage. Wahrscheinlich weils scheissdreck is, aber es könnte auch einen tiefgründigeren Grund, wie zum Beispiel ‘Apfelstrudel’ haben.

Vorab verabschiede ich mich hiermit schonmal vom dieszweiwöchentlichen HalloWien-Nachträglich-Spezial, daß hoffentlich für Sie, geehrte potentielle Kunden, genauso grauenhaft und blödbefugt war, wie für mich. Ich verbleibe in endlicher Hochachtung vor dem Geist der Revolution, der Lust am Leichtsinn und der Befriedigung niederer Bedürfnisse, erledige das Bier in einem Augenaufschlag, veranlasse das Kapitol zu verkapitulieren und besinge katzenhaft den Untergang der westlichen Zivilisation, während ich mich dabei über die Diskrepanz zu meinen eigenen Ansichten amüsiere und schließlich einen Salat fritiere, damit ich nicht friere.

In diesem Sinne: mein Bier ist leer.

Herzlich willkommen, meine Damen, meine Herren, liebe Bayern, zum ersten (und höchstwahrscheinlich letzten, aber vielleicht auch nicht) Mal zu “Auf ein Bier (& viele Kippen) mit theohrt”, welcher wohl ich bin und in Ermangelung anderer Diskussionspartner hier die Show alleine schmeisst (die grammatikalische Diskrepanz von erster und dritter Person im vorhergehenden Satz ist gewollt, findet Euch damit ab).

Es geht mal wieder ein Sonntag zuende, und weil niemand mit gesundem Urteilsvermögen noch das “Wort zum Sonntag” schaut, sondern lieber Pornografie mit Posex, hier sozusagen mein “Wort zum Montag”, mein neues “Philosophier mit Bier” oder schlicht mein Kampf gegen das Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom, das Schreiberlinger in der sogenannten Blogosphäre so umtreibt, ein weiteres Bollwerk gegen den Journalismus, die Literatur und allgemein dem “guten Geist” und per sofort auch gegen die “”…
Eine neue Arbeitswoche steht also ins Haus, da lohnt es sich nochmal über das geleistete, gedachte und verpasste der letzten nachzudenken, ohne eindeutige Schlüsse zu verbleiben und schließlich grübelnd keinen Schlaf zu finden, damit alles so bleibt wie es ist. Mein Kaffee ist alle, danke. Wem sowas interessiert: letzte Woche ging es um Koalitionsgespräche des Bösen mit der Niedertracht, dem Sarrazin sein Wackelpeterhirn und der bevorstehenden neuen Blütezeit der Satire; dem Kampf gegen die Krise, dem Kampf gegen den Reichtum der dritten Welt und den Möglichkeiten zur Wiedereinführung der Atomkraft (aber das war ja alles schon vorher so und doch hat es wiedermal niemand gewusst). Bullschitt also, aufrichtiges Desinteresse meinerseits, danke, wo ist die nächste Zigarette?
Was mich in meinem süperiösitären Geist jedoch umtreibt ist die Neugestaltung der Welt und der Menschheit an sich, die Rettung der Erde und der Kampf gegen die Lügen, Betrügereien und Blartz der Reichen und Mächtigen, die uns an jedem neuen Tag aufs Neue missbrauchen für ihre düsteren Machenschaften, die (wie immer) wahrscheinlich etwas mit der Wiederbelebung von Cthulhu (oder Christus, Mohammed und Dhalai Dingsbums) oder die Möglichkeit zur Verwüstung unserer letzten Hoffnungen auf ein wertes Leben beziehungsweise, das was wir darunter verstehen und natürlich: Fürzen zu tun haben (und sowas sollte man nicht unterschätzen).
Im Allgemeinen gilt jedoch: wir sind selbst Schuld.
Wir sind Schuld daran, daß Politiker unsere Freiheiten beschneiden und das auch noch vom Wähler belohnt wird, wir sind Schuld, daß die Erde von unserer Industrie zugrunde gerichtet wird, und wir sind auch Schuld, daß ein Erdbeben und/oder Tsunami, Sturm oder wasauchimmer (was böses jedenfalls) Samoa oder Surinam oder diese andere große Insel (oder Küstengegend) mit S verwüstet hat – weil wir es so wollten. Faulheit, Feigheit, Selbstzufriedenheit und Arroganz – das sind die Gründe, warum alles den Bach runtergeht und die Katastrophen, die dann in den Nachrichten landen sind nur die Symptome des Virus Mensch, dessen Teil wir alle sind. Amen.
Können wir was tun? Oh ja, na klar: ändert was. Das muss ja nichts großes sein: lest mal einen Tag NICHT was Poltically Incorrect so ausscheidet aus Seinem gigantischen After voller durch Pro-Amerika-Pro-Israel-verschleiertem Nazischeiss, kauft nie wieder die BILD, boykottiert die Produkte eines Großkonzerns (irgendeines Großkonzerns, nur seid mehrere dabei), trinkt weniger Alkohol und raucht Zigaretten, wo ihr es nicht dürft: all das hilft, glaubt mir und wenn nicht (also wenn ihrs nicht glaubt): beweist mir das Gegenteil. Zündet Porsches und Audis und Mercedesse und meinetwegen auch BMWs an, bekennt Euch aber nicht zur Tat (sonst ihr Hohlbratzen seid) und lasst die MoPo darüber spekulieren, was das alles zu bedeuten hat. Schmeisst ausnahmsweise mal nicht die Scheiben von McDo oder ner Bullenwache ein, sondern brennt die Hamburger Ausländerbehörde nieder oder die Redaktion des Spiegels. Oder fangt an, miteinander umzugehen, gewissenhaft und ungezwungen als sei Euer Gegenüber kein Fremder sondern ein entfernter Bekannter, den man zwar Siezt aber gerne sieht, egal wie beschissen seine Aussprache ist (und ob er Lederhose und Jägershütchen trägt – ja, selbst Bayern können Bekannte sein). Hört auf, Eurem freundlichen Umgang miteinander bestimmtes Verhalten (zB lt. Knigge) vorauszusetzen, oder Eurer Kommunikation miteinander sprachliche Regeln abzuverlangen (ja, isn Kernthema meinerseits) und – verdammte Scheisse nochmal – hört gefälligst auf Euch und Eure Gedanken so wahnsinnig Ernst zu nehmen – tendenziell isses doch eh alles Blödsinn. Wie das was ich von mir gebe, deshalb tu ichs ja auf WordPress und nicht vor Publikum.
Übrigens: das Wetter könnt ihr trotzdem nicht ändern, tut mir leid.
Macht den Fernseher aus und Euer Hirn einmal mehr an, als Normalerweise, hört auf Arme, Ausländer und Assoziale als Abschaum zu bezeichnen (wie es in Wald hinein schallt…) und tut wenigstens mal so, als ob es etwas wichtigeres als Geld, Besitz und Rechthaben gäbe… und werdet trotzdem keine Hippies, denn die stinken, sehn kacke aus und denken Mülldeponien auf Amrum.

Ich könnte mir auch vorstellen, über anderes nachzudenken:
Zum Beipiel: müssen wir den Dhalei Lhama (oder wie der geschrieben wird) gut finden, weil er debil grinst, schlauerscheinende asiatische Allgemeinplätze von sich gibt und Kalif sein will anstelle der Kalifen?
Müssen wir uns wirklich bei der GEZ anmelden, obwohl die (und deren Geldabnehmer) noch nie etwas sinniges für uns geleistet haben?
Müssen wir uns damit abfinden, daß der Lissabonner Vertrag durch ist, obwohl wir niemals selbst darüber entscheiden durften – uns schließlich aber daran halten müssen?
Müssen wir uns an Gesetze halten, die zwar von unseren gewählten Volksvertretern verabschiedet, deren Nutzen uns aber nie erklärt wurde?
Müssen wir wirklich wissen, wie es um Brangelina steht?
Müssen wir uns schuldig fühlen, weil wir wiedermal lieber einen Film über Bittorrent runtergelanden haben, anstatt wie velangt, dafür in irgendeiner Form Geld abzudrücken?
Was war zuerst, der Hahn oder die Kötel?

In diesem Sinne:
mein Bier ist leer.

Seit heute bin ich wieder in der Lage weiterzumachen.
Keine Ahnung, wann ichs dann im Endeffekt tue (das Wetter in Hamburg zur Zeit – HACH! … die ganze Arbeit und dann noch diese ständige Schreiberei [offline] uiuiui … draußen Biertrinken! … drinnen rumgammeln! nichts tun! Fahrrad fahrn! Fiddler’s Green beim Welt Astra Tag! …) aber es kommt, es kommt. Amen.

Potentiell könnte ich folgende Themen (neben den bereits etliche Male verschobenen) aufgreifen und darüber meine Eindrücke schildern:

Metal Splash II Open Air in Rotenburg / Wümme
Das eine Ska-Konzert im Marx wo ich war
Das ewige Thema Schanze
Warum Barmbek super ist
Lektionen in Lebenshilfe

Da ich weiterhin spontan und unregelmäßig aktualisieren werde, passiert wahrscheinlich großteilig nichts (außerdem ist das Wetter wirklich gut grad) ABER

“wer in die Zukunft sehen kann, ist nur auf schlechten Drogen” (Franziska von Wissensiech, Prophetin)

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