It’s on.
So simpel wollen wir heute beginnen, keine große Vorrede, keine kreativen Wortausbrüche zum Start. Besinnlichkeit sollte man es nicht nennen. Eher Bocklosigkeit.
Okay, die Verantwortung lastet schwer auf meinen sorgengeschwängerten Schultern – das letzte Wort Zum Montag in der ersten Dekade des nächsten Millemniums – huiuiui, wüßte ich bloß, ob ich Millemnium richtig geschrieben habe! Aber eigentlich ist dies genauso unerheblich, wie die Schuhgröße des linken Fußes von Angela Merkels verheimlichten siamesischem Zwillingsdackel, den Sie einst zeugte mit Yog Sototh – Ihrem Vater wie uns seit geraumer Zeit bekannt ist. Doch reden wir nicht über bevorstehende Hinrichtungen mit außerordentlichem Unterhaltungswert, sondern über die Nachrichten der letzten Wochen, welche unsere Zukunft bestimmen für immerdar sogar… wenn wir nicht aufpassen.
Schuhmacher kehrt in die Formel Eins zurück – der Sohn eines Kerpener Schwarzmagistermeisters mit der halbblütigen Göttin Phersiane, der Tochter und Nachfolgerin Xerxes und Achilles’, wird nächste Saison der Rückkehr der Mercedes-Werkseigenen Silberpfeile die genügende Aufmerksamkeit garantieren, die nötig ist um von dem absolut ekelerregendem Design der aktuellen Modellpalette der schwäbischen Hausmarke abzulenken. Die C-, ML-, R- Klassemodelle waren ja schon länger ästhetische Kotzbrocken mit dem brechreizerregendem Charme eines – nunja – älteren SLKs, aber was die neuere E-Klasse anging, bedurfte es schon eines Brawn-geführten von Schumi und Rosberg befahrenen Marketinggags um etwas positives über den doofen Frauennamen mit Stern und Lederausstattung berichten zu können. Und dann gleich das: ein rein Deutsches gegen ein rein Britisches (McLaren mit Button und Hamilton, den letzten beiden Weltmeistern und ebenfalls einem Antrieb von Mercedes) Rennteam… da ist Legendenmäßiges zu erwarten. Wer die Formel Eins zum göbeln findet, sollte die nächsten drei Jahre (mutmaßliche Vertragsdauer Michael Schuhmachers mit Mercedes GP) lieber keine Nachrichten anmachen. Werden Sich die Engländer rächen, nachdem sich die Fußballnationalmannschaft des Inselreiches wiedereinmal blamiert haben wird? Per Formel Eins und gegen unseren größten sportlichen Helden? Selbst jemand wie ich schreibt unter solchen Gegebenheiten ‘uns’ und ich sehe mich nochnichteinmal als Bewohner Deutschlands (Hamburg Bleibt Frei!)… Der Sport startet also mit Fußballweltmeisterschaft und einer höchst spektakulären Formel-!-Saison ins zweite Jahrzehnt des Einundzwanzigsten Jahrhunderts, aber was macht die Gesellschaft?
Weiterbluten natürlich. Der Aderlass der mittleren und kleinen Leute zugunsten des Kapitals geht – wenn auch begleitet von den Trompeten eines Friedensnobelpreisjesuses für Arme (hierbei: geistig) – in die nächste Runde, zahllose Opfer sind zu erwarten und die wohlstandsgeplagten Gutmenschen der transzendentalen Unterbewusstseinsbourgeoisie werden sich dennoch – und angestachelt den bekannten Übeltätern – lieber ausschließlich mit der Umwelt beschäftigen – dabei istes doch wurscht, ob wir die Welt gerettet kriegen, weil wir in diesem unserem System eh nichts davon haben werden. Aber darum, daß die Armen in den reichen Ländern mittlerweile eigentlich nicht mehr zur ‘ersten’ Welt gezählt werden können – darum geht es doch gar nicht, es geht darum, daß die vermögenden Söhne und Töchter der grünbürgerlichen Welt weiterhin schöne Abenteuertrips in den Urwald von Bali machen können, ohne von zu früh (resp. unberechenbar) einsetzendem Monsun überrascht zuwerden. Das ist halt wichtiger als das Wohlergehen der Dienerschaft des kapitalistischem Weltenbundes mit dem man sich ansonsten bereits seit langem arrangiert hat. Auch im Neuen Jahrzehnt werden die zum Diener geborenen Unterschichstsprößlinge also weiter dazu angehalten sein, ihre Gesundheit und ihre Jugend dem allmächtigen Kapital zu opfern und dessen Ausbeutung durch Konsum auch noch zwangsrefinanzieren. Alles Bleibt Gut, nicht?
Ich werde jedenfalls erst (politisch) zufrieden sein, wenn auch der letzte Machtmensch des jetzigen Systems vor einer Wand steht und die Kugel erwartet, die zusammen mit ca. 12 weiteren seinen Lebensfunktionen ein Ende bereiten wird – ein bedauernswerter Anblick wird es sein, mit Pippi zwischen den Beinen, Gnadengejaule und weiteren Flehen und Betteln – also allen Zutaten, die auf metaphorischer Ebene höchst gleichsetzbar sind, dem Schicksale eines gewöhnlichen Menschen in diesem unserem Lande zu jener jetziger Zeit. Und wer ist schuld? ‘Die da oben’. Ich dachte nie, daß eine Antwort wie diese (entsetzliche platitüdenhafte) so ohne weiteres möglich und korrekt ist. Schöne neue Welt.
Brennen wir also ihre Paläste nieder und nehmen ihre Töchter und Söhne so wie es unsere Bestimmung als Teil des Kollektivs Menschheit ist. Was für ein schönes Schlußwort.
FRÖHLICHE WEIHNACHTEN!