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Schlagwort-Archive: wahl

Eigentlich verhältnismäßig sinnlos JETZT noch eine Fortsetzung zum ersten Beitrag zu leisten – deshlab lassen wir das auch einfach und erzählen stattdessen etwas über kleine Knuddelbärchen.

NEIN, nicht wie dieses komische Eisbärendings aus dem Berliner Zoo.

Ach scheiss drauf, dieser Beitrag existiert schlicht, weil der erste mein neuer ‘Klick’-Spitzenreiter ist und ich mich in der Sonne des Erfolgs zu baden pflege.

Lest was anderes, als meinen Beitrag zur Wahl, hier, es gibt fast ausschließlich bessere (wenn auch noch sinnlosere) Texte hier auf NewWorld’sEve.

Und doch! Kurzer Schwenk zum Thema:
wer die Grünen gewählt hat, isst auch kleine Kinder aus sozial schwachen Familien. Blöp.

Wenn ich rausfinde, wies geht (ist wahrscheinlich einfach, nur bin ich faul), gibt es hierzu auch eine Umfrage… es geht um die schönsten (deutschsprachigen) Schimpfworte des Jahres 2009, ich habe dieses Jahr mit zahllosen experimentiert und es scheint genug Auswahl zu geben. Hier die Short-oder Longlist der schönsten Schipfworte des Jahres:

PISSNELKE:
ein Klassiker des abstrusen, zusammengesetzten Schimpfwortes, erstmalige Verwendung in der Mitte der 90er Jahre, damals allerdings noch nicht salonfähig. Der Widerspruch zwischen den beiden Teilen erzeugt das Bild einer beurinierten Blume, deren Zweck im beuriniertwerden besteht. Klarer Favorit meinerseits, jedoch nicht überall öffentlichkeitsfähig.

SCHEISSKOPF:
ein fäkalisch-juveniler Allrounder, auch in der Öffentlichkeit selten beanstandet, mit eindeutiger Bedeutung und zahlreichen Anwendungs- Variations- und Kombinierungsmöglichkeiten. zum Beispiel:
bekloppter Scheisskopf, scheiss Pisskopf, Kopfscheisser, bepisster Scheisskopf, Scheisskopf in Buttersauce, Beschissener Blödkopf, Dünnschissschädel.

DUMPFNASE:
gesellschaftlich unproblematischer, deshalb leicht langweilger Bedeutungskollege von Scheisskopf. Auch für den Umgang mit Kindern geeignet. Macht diese Liste nur dank des Charmes, die einem derartig unproblematischen Schimpfwort nuneinmal innewohnt. Allerdings höchstens Geheimfavorit.

TANGENTENSCHEISSER:
für anspruchsvolle Diskussionen geeignet.

DU BANKENRETTUNGSBEFÜRWORTER:
eher ein Außenseiter, ob des aktuellen Bezugs, der in einigen Jahren wahrscheinlich nicht mehr zündet. Könnte allerdings ein Klassiker dieser unserer Zeit werden, beziehungsweise ein schimpfwörtliches Symbol für das Ende der Nullerjahre.

ASTRONUTTE:
seiner Zeit voraus, da der Film erst kommt. Gut geeignet um begabte Schlampen, hirnlose AntisexistInnen und anspruchslose Aufreisser zu bedenken. Eher selten verwendet, aber dennoch schön.

FRÜHSTÜCKSMUSSOLINI:
Variation eines klassichen Haddocks für die anspruchsvolle Unterhaltung nach vier Uhr und ohne Beleidigungsabsicht (am besten mit Grinsen vorzutragen).

BLÖDSACK:
Universal, frontal, Chancen: marginal.

Von der Auswahlliste:
Peniskopf
FDP-Wähler
Ökospiesser
Krisengewinnler
Flötenkasper
Krampfpisser
Floristenpack

Stimmt in den Kommentaren oder bei einer etwaigen Umfrage für Euren Favoriten!

Was ist das schönste Schimpfwort 2009?
(polls)

Ich glaub, übernächstes Wochenende ist Wahlwochenende. Aber ehrlich gesagt, interessiert es mich nicht. Ich werde nicht wählen gehen. Warum auch?

“Wer nicht wählen geht, darf hinterher auch nicht meckern!”
??? – wohl bescheuert im Kopf, oder was? Nur weil ich EIN Recht nicht nutze, heißt das nicht, daß mir ein Anderes abgesprochen werden darf, Schmock! Mehr muss man gegen dieses Argument beim besten Willen nicht aufbringen.

“Jede nicht abgegebene Stimme schadet der Demokratie.”
Hmm, eigentlich kann etwas, das dem, was wir unberechtigter Weise Demokratie nennen, schadet, nicht wirklich schlecht sein. Meiner Meinung nach, unterstützt jede abgegebene Stimme unsere Parteiendemokratie, die ich in keinem Fall unterstützen möchte. Solange ich nur sinnlos auf Parteilisten mein Kreuzchen setze, macht ausschlafen und nicht wegen sowas Banalem aufstehen für mich definitiv mehr Sinn. Ja klar, ich könnte meine Erststimme auch einem freien Kandidaten geben – aber diese Leute sind nur selten vertrauenswürdig.

“Wählen ist oberste Bürgerpflicht.”
Nein, Steuern zahlen ist oberste Bürgerpflicht. Ob wir wählen ist eigentlich egal, weil sich eh nichts ändert. Wenn wir jedoch Steuern zahlen, finanzieren wir dieses, unabhängig von unserer Stimmabgabe sich selbst am Leben erhaltende, System und erfüllen damit die einzige Bürgerpflicht, die uns das System ernsthaft abverlangt. Deshalb tun wirs auch alle so ungern.

Wen (nicht) wählen?

CDU: -> Wer zu dumm zum denken oder zu spießig fürs Schlüsse daraus ziehen ist, der wählt CDU. Deshalb werden sie bei der Wahl auch als stärkste Karft in den Bundestag einziehen. Die CDU ist die Partei der Bildleser, Rückwärtsgerichteten und Gedankenlosen, anders gesagt: wer die CDU wählt, kann sich eigentlich auch gleich notschlachten lassen. Die mutmaßlich meistgewählte Partei am Wahltag ist die Wahl derjenigen, die zu verbohrt sind, um die Welt um sich herum als veränderbar wahrzunehmen. Nur Deppen wählen CDU.
Das Personal der CDU: Angela “Äindschä” Merkel: weiblicher Kohl-Clon ohne Persönlichkeit und eigene Meinung, nennt sitzen, zuhören und nichts tun Arbeit, reist herum und sonnt sich im Schein des jährlich an sie verliehenen “Mächtigste Frau der Welt”-Titel. Ist in Wirklichkeit gar keine Frau, sondern ein Seemonster, gezeugt von Yog-Sothoth.
yog-sothoth by Patrick McEvoy
Schäuble: eine Schande für alle Behinderten. Eigentlich ist Schäuble – den Vornamen hat er mit schleichender Entmenschlichung abgelegt – das beste Argument gegen die Wahl der CDU: machtbesessener Voyeur, der anstatt Verbrecher zu jagen (womit er sich ja selbst zum Ziel machen würde) lieber die Freiheit des Einzelnen einschränkt und das Leben aller überwacht. Zu seinen offenkundigen Vorbildern gehören Big Brother, Hitler und Pol Pot.
Der von-und-zu-Gutenberg-Knilch: einer der beliebtesten deutschen Politiker, weil er anstatt zu arbeiten lieber grinst, den Freiherrn raushängen läßt und sich von der Gala ablichten läßt. Gänzlich unfähig, aber zu faul, als das die Bevölkerungsmehrheit es merke(l)n würde. Gehört eigentlich zur CSU, redet aber deutsch.

CSU: -> Wer zu bayrisch ist, um zu denken oder die CDU zu wählen, wählt die CSU, weil er ein Bayer ist. Hat eigentlich nichts im Bundestag zu suchen, weil die Dänen in Schleswig-Holstein schließlich auch nicht im Bundestag sind.
Das Personal: uninteressant.

FDP: -> hervorgegangen aus einer liberalen Partei gleichen Namens, geht es der FDP nunmehr ausschließlich darum, endlich an die Macht zu kommen, um den Reichen und den Ausbeutern endlich produktiv in den Arsch kriechen zu können. Deswegen ist FDP auch als Synonym für Arschkriecher bekannt; die Wähler der FDP wollen entweder arschkriechen oder bearschkrochen werden.
Das Personal: kein menschliches.

SPD: -> waren wohl früher mal “sozial”, daran kann sich aber schon niemand mehr erinnern. Richten sich in ihren politischen Entscheidungen meist nach irgendwelchen Zeitungen von vor 20 Jahren, anders läßt sich der Schmu den sie fabrizieren nicht erklären. Die SPD ist der Hanswurst unter den Parteien und wird auch nur von HanswürstInnen oder LehrerInnen gewählt.
Das Personal: Franz “Münte” Müntefering: Chef und letzter SPD-Politiker mit Restpersönlichkeit, leider senil, debil und realitätsfern geworden in den letzten Jahren. Vorher ein hervorragender Strippenzieher und Verschwörer gewesen, was man ihm kaum noch abzunehmen wagt. Gehört beerdigt, wird aber eher nach der nächsten Wahl begnadigt.
Steinmeier: Ex-Geheimdienstler, deshalb unauffällig, diplomatisch und geheimnisvoll. Sollte er Kanzler werden, werden wir alle sterben. Besitzt eine Porno-Sammlung mit Filmen, in denen sich in Leder gekleidete Schuljungen mit Boxhandschuhen fisten, aber das wird nie rauskommen, weil er einer von “Ihnen” ist.

Nach den Parteien der bürgerlichen Rechten (heutiger Beitrag) wird noch einer oder evtl. zwei über die restlichen Parteien folgen. Eventuell natürlich nur, ich habe jedenfalls für heute das Interesse an diesem Artikel verloren…

Herzlichen Willkommensgruß all jenen aufmerksamen Freunden NewWorld’sEves und denen, die sich “dank” meiner ausgefeilten, fürs wahllos-Klicks-anziehen ausgelegten, Tagstrategie hierher verirrt haben. Nach langem hin-und-her und neinjadochs in anhaltenden Diskussionsrunden mit mir selbst habe ich mich hiermit entschlossen, Euch allen, werte Herren, Damen und Mischungen aus Beidem, meine persönliche, subjektive und wissenschaftlich ganz und gar haltlose Definition des Begriffs “links” zu präsentieren.

Das Problem an dieser Aufgabe ist zweigeteilt: erstens werde ich wahrscheinlich aufhören zu schreiben, bevor ich wirklich alles geschrieben habe, was ich möchte, zweitens werde ich mich bis dahin unausreichend erklären, wobei dies wiederum in der Natur der Sache liegt: für mich ist linkssein ein Gefühl, keine Entscheidung für die ich mich bewusst entschieden habe… aber dazu später (gaaaanz eventuell zumindest) mehr.

Links ist kein Ideal, keine diskutierbare Theorie und vor allem keine Lebenseinstellung, die mit so Sachen wie Globalisierungsgegnerei, Ökostrom, Vegetarismus, Antiautoritärer Erziehung, politischer Korrektheit, alternativen Technologien/Treibstoffen/undsokram zu tun hat. Es ist schlicht eine Lebensweise und zwar eine Lebensweise jener Art, wie sie die wenigstens praktizieren, tolerieren, akzeptieren oder propagieren, die von sich selbst meinen links zu sein. Zum Beispiel wie jene verhämten Gestalten, die sich der bedingungslosen Hingabe an all jene Vokabeln verschrieben haben, die im drittletzten Satz aufgezählt wurden. Die sind nämlich alle gar nicht links, sondern hauptsächlich zu wohlhabend.

Meiner völlig rechtmäßigen (Art.1§1ff – für all diejenigen, die sowas brauchen) Ansicht nach kann man zum Beispiel den Großteil der linken Meinungsmacher einsperren, foltern, umbringen und post-mortem vergewaltigen ohne “die Linke” an sich zu verringern. Nicht das ich das tun wollen würde (nunja, zumindest meistens nicht) aber ich würde jetzt auch nicht groß jammern, wenn es passieren würde, schließlich würde es hauptsächlich jene treffen, die sich selbst als links bezeichnen, aber einen ausgeprägten Hang zum Reglementieren (Regeln schaffen/verstärken/akzeptieren/einhalten/gutheißen/verantworten/billigen/weitertragen/u.Ä.] haben, andere Menschen vorverurteilen und im Allgemeinen dafür verantwortlich sind, daß “die Linke” an sich nur noch als intellektueller Bullschitt für derangierte Pseudoweltverbesserernasen ohne Fußhalt in der wirklichen Welt, aber dafür mit zahllosen Semestern über der Regelstudienzeit wahrgenommen werden. Kurzum: als überflüssig.

Was nun also ist “links”?

Ahhh, sehr gute Frage, oh verehrenswerte Stimme aus dem Off!
Linkszusein bedeutet sein Leben zu leben ohne die Regeln anderer als in Stein gemeißelt zu verstehen (oder die eigenen Regeln, wenns darum geht).
Linkszusein bedeutet einzusehen, daß das Leben anderer 1. nicht das Eigene ist und 2. man nicht das Recht hat, über die Lebensführung eines Anderen zu bestimmen, sowie 3. genausoviel wert ist, wie das Eigene, egal, ob der Andere arm, reich, schwarz, weiß, gelb, braun, rot, grün, doof, religiös (wiederum egal inwiefern), Atheist, arbeitslos, obdachlos, beziehungslos, würdelos, endlos langweilig, viel zu stressig, ehrlich, falsch oderoderoder ist. Außerdem ist es links all jenen zu trotzen, die im speziellen Punkt 3. der eben aufgestellten Liste aber auch 1. und 2. nicht akzeptieren können und sich dafür einsetzen, daß eben jene Einsichten sich nicht durchsetzen, obwohl sie notwendig sind, um miteinander leben zu können.
Auch heißt es zu akzeptieren, daß dennoch niemand “gleich”, sondern jeder “anders” ist und man trotzdem versuchen muss, daß jeder die Möglichkeit bekommt, so wie er (oder sie natürlich) will zu leben. Linkszusein bedeutet Menschen nicht nach ihrer Herkunft, ihrem Alter, ihrem Beruf, ihrer Lebensführung oder ihrem Geruch zu beurteilen. Aber das heißt nicht, daß man all das an Menschen gutfinden muss – man muss sie nur gleich behandeln und zwar von sich aus, ohne sich dazu zu zwingen. Weil es richtig ist. Und damit sind wir auch schon bei einem Punkt, den ich an der sogenannten Linken nicht verstehe: den Zwang, etwas “angemessen” auszudrücken, namentlich die allseits beschworene “political correctness” der dogmatischen Linken. Das fängt bei so einem Blödsinn wie dem schwachsinnigen “Innen”-Endungen an und hört bei Perversionen wie “mit migrantischen Hintergrund (was für meine Ohren wie eine ansteckende Krankheit klingt)” auf. Ist es rassistisch “da war so ein Schwadder” zu sagen? Und wenn ja warum? (und ich meine nicht die Theorie, die besagt, daß solche Ausdrücke Rassismus mitverursachen, sondern konkret warum? Da war ein Typ, den ich nicht kenne, wir haben uns nicht unterhalten/kennengelernt oder sonstwas, er war nur in irgendeiner Situation, von der ich erzähle im Mittelpunkt und weil ich seinen Namen nicht weiß, sondern nur ein Bild von ihm im Schädel meines Gegenübers erzeugen möchte, sag ich “ein Schwadder” oder “ein breiter Schwadder” oder sowas – wie ich “ein Bayer” sage, wenn jemand komisch redet oder “ein Bulle”, wenn er Uniform trägt… – ist es wirklich weniger rassistisch “ein Afrodeutscher [womöglich "mit migrantischem Hintergrund"]” zu sagen? Aber ganz ehrlich: ist sowas nicht einfach egal? Ich mein, am Ende geht es darum, ob Du einen Schwarzen genauso behandelst, wie Du es bei einem Weißen tust – wir nehmen heutzutage solche Begrifflichkeiten viel ernster als zum Beispiel, wie sich Menschen gegenüber einander verhalten. Ich kann mir vorstellen [bzw. habe auch schon derartige Erfahrungen gemacht], daß sich Leute, die auf politisch korrektes Vokabular bestehen, gegenüber Schwarzen, Asiaten oder anderen Menschen anderer Herkunft als der eigenen betont anders verhalten – was ich persönlich Rassismus nennen würde. Am Ende zählt nicht, wie wir von anderen reden, sondern wie wir mit ihnen umgehen.)

Aber wo war ich stehengeblieben? Pfft.
Linkszusein heißt:
- nicht “Bild” zu lesen (oder anderen Mist vom Springer-Verlach)
- Autorität (insbesondere von Staat, Polizei oder im Allgemeinen “Organisationen”) in Frage zu stellen
- den Eingriff von (siehe letzter Punkt) ins eigene Leben zu verhindern/ignorieren/blöd zu finden.
- and stuff (grad Besuch bekommen, ich höre auf

DISKUSSION IN DEN KOMMENTAREN (also ihr, ich geb mich mit derartigem Kleinkram nicht ab ;-) )

Und heute Abend?
www.wutzrock.de DRITTE WAHL (zu faul zum “linken”blöp)

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