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eine Schachtel feinster Yuma-Zigaretten
Genial, einzigartig, gaaanz großes Kino! Das sind die Gedanken, die mir kommen, wenn ich an meine erste Yuma-Zigarette denke. Es war ein schöner Augenblick, in einer Frühstückspause bei Sonne im Frühling. Herrlich. Gehalt war gerade eingetroffen und meine Wenigkeit wollte sich ausnahmsweise mal wieder Filterzigeretten gönnen – nennen wir es einen Jieper, auf jeden Fall kein Drehtabak heute, sondern teurer, gepresster Filterluxus. Da ich alle anderen Marken im Sortiment des Händlers meines Vertrauens bereits kannte, wurde es Yuma, eine Marke, die mir bis dato unbekannt gewesen war.

Die erste Schachtel war von der oben gezeigten Art, die “stärkere” Variante, weil ich milde Filters unsinnig finde (=Geldverschwendung) und es war wirklich eine Offenbarung. Die Zigaretten sind (heute unüblich) ordentlich gepresst, d.h. man raucht an einer Zigarette länger als 4 Minuten und der Geschmack ist schlichtweg der helle Wahnsinn: Sehr (!) kräftig, dabei aromatisch und überhaupt keine Spuren vom üblichen Nachgeschmack industrieller Tabakprodukte. Was höchstwahrscheinlich damit zusammenhängt, daß Yuma zusatzstofffrei sind. Und wirklich nur hochqualitative Tabake verwenden. Die Zigarette schmeckt wahrhaft edel.

Auch schön: einige Wochen später kam auch der Drehtabak in den Handel, der nochmal eine geringfügige Genusssteigerung verspricht: er ist wirklich sehr trocken, aber dennoch gut zu drehen und am besten mit Blättchen der Dicke “B” zu kombinieren (OCD weiß zB.), weil es sich wirklich lohnt, so geschmacksneutrales Papier wie möglich zu verwenden. Yuma Tabake spielen in einer eigenen Liga, es ist mit Abstand der beste Tabak, den ich in den letzten Jahren rauchen durfte, ja, wirklich, SO GUT!

Doch gibt es dabei natürlich einen Nachteil: Yuma Zigaretten und Drehtabake sind schweinisch teuer, sie bewegen sich etwa in der Preisregion teurerer American-Spirit-Sorten, sind im Gegensatz zu diesen jedoch jeden Cent wert. Doch ist der Preis auch gerechtfertigt: im Gegensatz zu den meisten Tabaken im Handel, wird Yuma biologisch angebaut, fair bezahlt (dh. ordentlich) und verdient damit gewissenstechnisch eine Sonderstellung für die man auch beret sein sollte zu bezahlen. Zumal die Qualität und der Geschmack eigentlich schon genügend Gründe darstellen, um einen höheren Preis zu rechtfertigen. Wenn ich es mir leisten könnte oder ich weniger rauchen würde, wäre Yuma definitiv mein neuer Stammtabak.

Absolute Kaufempfehlung!

Pro:
- Herausragender, einmaliger Geschmack
- mit jedem Zug spürbare Qualität
- biologisch angebaut
- fair gehandelt
- zusatzstofffrei
- bester, mir bekannter Tabak

Contra:
- Preis

Sonstiges:
- kann bei Erstgenuss zum “Nikotin-Flash”, wie bei der ersten Kippe nach langer,langer Zeit führen

Zum Thema Tabak noch die Info, die laut meinen “häufigsten Suchen” viele Raucher am meisten interessiert:

Was ist “Zware”?

Zware ist niederländisch oder holländisch (wer kennt in diesem Land schon den Unterschied?) für “schwarz” – die Farbe, aber gemeint ist hierbei meistens was anderes.

“Zware Shag” ist schwarzer, starker Tabak holländischer Prägung. Ein deutsches Äquivalent wäre “Schwarzer Krauser No.1″ oder “Schwarze Hand” – grundsätzlich ist eine frische Packung holländischen “Zware Shag”-Tabaks jedoch leicht milder als o.g. deutsche Varianten.

“Halfzware Shag” ist die klassische Form holländischen Drehtabaks, Halfzware heißt schlicht “halbschwarz” und sagt uns, als informierte Raucher, das wir es mit “mittelstarkem” oder “normal-”starkem Tabak zu tun haben.

Früher gab es für diejenigen, denen Halfzware noch zu stark ist, den “Milde Shag”, dessen Name selbsterklärend ist, aber dank EU-Regelung mittlerweile verboten und je nach Marke seltsame neue Bezeichnungen mit sich gebracht hat. Milde Shags heißen jetzt häufig “Classic” oder so und sind im allgemeinen orange, gelb oder rot verpackt (Halfzware meist blau, Zware meist schwarz).

Nur zur Info…

Fleur du Pays - Dose

Fleur du Pays - Dose

Wie ich bereits in meinem letzten Artikel zum Thema “Rauchen” geschrieben habe, neige ich dazu, in regelmäßigen Abständen meine Tabaksorte zu wechseln, bzw. probiere gerne “neue” oder mir unbekannte Tabaksorten aus.
Als ich nun also letztens die Packung Samson Mild aufgeraucht hatte, musste mal wieder was Neues, was Aufregendes für meine regelmäßige Lungenzerstörung her… und siehe da: der Tabakladen, bei dem ich regelmäßig einfalle, hatte doch tatsächlich eine Marke im Angebot, die ich noch nie probiert hatte: “Fleur du Pays”.
Neben dem edlen, weil fronzotischen, Namen bietet dieser Tabak mit seinen €3,50 für 40Gramm ein herausragendes Preis-Leistungsverhältnis, das an dieser Stelle mal lobend erwähnt sei. Zudem fällt “Fleur du Pays” unter die “modernen” Tabake, d.h. er wird ohne Zusatzstoffe hergestellt, ist trocken und schmeckt nicht aufsehenerregend – was ja an sich nix schlechtes ist. Im Gegenteil: vergleicht man FdP (igitt, wat fürne doofe Abkürzung) mit geläufigeren “Additivfreien” Tabaksorten wie American Spirit oder Pueblo, gefällt das hier besprochene Produkt besonders durch seinen angenehm milden, charakteristischen Geschmack, der weitaus weniger stinkig ist, als die beiden Vergleichstabake, die ich hier erwähnt habe. Auch was die – bei Zusatzstofffreien Tabaken normale – Trockenheit angeht, hat FdP den beiden durchaus was voraus und kann somit auch von “Shag-Fetischisten” (also Fans des feuchten, holländischen Tabaks) zum Umstieg auf “gesündere” Tabake genutzt werden… mir als Holland-Tabak-Freak fiel die Umstellung auf FdP jedenfalls sehr leicht, da er sich aus der Packung heraus weitaus besser drehen lässt, als die o.g. Pseudo-Indianer-Tabake.

Gerade Pueblo stinkt im Vergleich zu Fleur du Pays wortwörtlich ab: die Billigmarke von Pöschl, die sich mit übertriebener, angeblich nicht zu umgehender Trockenheit und stechendem Gestank beim Entzünden charakterisieren lässt spielt zwar in der selben Preisklasse (“Billigtabak”) wie FdP, kann aber gegen die verhältnismäßig gute Drehbarkeit und den angenehmen Geruch dieser Sorte nur den kürzeren ziehen. Jedem, der bis dato Pueblo verschmaust hat, sei hiermit DRINGEND ein Umstieg auf Fleur du Pays empfohlen – ernsthaft, choose quality!

Für die American Spirit-Raucher: bittebitte (mit Zuckerguss) probiert mal Fleur du Pays. Ich weiß, ihr seid vom Indianer-Image dieses Hochpreisproduktes überzeugt und denkt, daß ihr da was Gutes raucht… ihr irrt Euch! Gerade Preis-Leistung ist beim AS nunmal unter aller Sau und der eher charakterlose Geschmack rechtfertigt sicher nicht den viel zu hohen Preis dieses reinen “Szenetabaks” – meines Erachtens bietet FdP einen definitiv höheren Genusswert, als es AS bieten kann. American Spirit war meiner Meinung nach schon immer überbewertet und Fleur du Pays ist das beste Beispiel dafür, daß Zusatzstofffreier Tabak nicht wie Heu schmecken muss.

Fazit: absolute Rauchempfehlung. Fleur du Pays ist ein heimliches Highlight des Tabakwarenhändlersortimentes und lohnt sich jederzeit ausprobiert zu werden!

Javaanse Jongens 3/4 Zware Shag Tembaco "Alt"Javaanse Jongens 3/4 Zware Shag Tembaco “Alt”

Ich rauche seit nunmehr knapp über 13 Jahre und die meiste Zeit davon war ich Selbstdreher – anfänglich aus hauptsächlich finanziellen Gründen (als Schüler mit 50 DM MonatsTG ist eine Schachtel Kippen pro Tag schlicht nicht drin), ab einem gewissen Zeitpunkt jedoch durchaus auch aus Überzeugung, da die qualitative und geschmackliche Anmutung der Drehtabake meines Erachtens weit über dem liegt, was mir gewöhnliche Filterzigaretten bieten können.

Auch wenn ich schon immer dazu neigte in regelmäßigen Abständen meinen bevorzugten Tabak zu wechseln, weswegen ich einen herausragenden Überblick über die in Deutschland erhältlichen Drehtabake habe, gab es doch immer eine Marke zu der ich regelmäßig zurückgekehrt bin: Javaanse Jongens.

Es war normalerweise der klassische Halfzware Shag (blau), den ich bevorzugt konsumierte, aber auch der Milde Shag (orange), der Zware Shag (schwarz) und in meiner Kifferhochzeit der Extra Milde Shag (hellgelb) hatten regelmäßig Anteil an meiner Suchtbefriedigung. Einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hatte jedoch stets der 3/4 Zware Shag (s.o.), der meines Erachtens ein wahres Meisterstück war. Dieser zugleich kräftige und milde Geschmack, der strenge Pussy-vertreibende Geruch, die optisch ansprechenste Gestaltung des Javaanse-Jongens-Markenbildes (s.o.) und das Wissen darum ein absolut einmaliges Produkt zu rauchen (bis dato habe ich keinen 3/4-schwarzen irgendeiner anderen Firma gefunden)… Der 3/4 Zware Shag ist eine perfekte Sorte feinsten Tabakes und ein herausragender Grund NIEMALS mit dem Rauchen aufzuhören.

Nun, mit dem American Spirit-Trend zu “Zusatzstofffreien” Tabaken verschwand der klassische Geschmack von Javaanse Jongens wichtigsten Sorten (Halfzware / Milde [jetzt: Classic]), weswegen ich mich damals enttäuscht neuen Tabaksorten zuwenden musste – die neuen Halfzware / Classic Shags schmeckten mir einfach nicht mehr – es waren wohl die Zusatzstoffe, die die JJ-Shags so lecker machten. Außerdem verschwand auch der klassische 3/4 Schwarze scheinbar, aber ganz ehrlich – den konnte ich, trotz des aufregenden Geschmacks, sowieso nicht IMMER rauchen (zu stark). Ich wandte mich also von meinen Stammtabaken an und entdeckte in der Folgezeit den geschmackvollen BUCCANEER-Tabak (Whiskey-flavoured, aber mix für täglich, auf Dauer -> zu mild) und fing wieder an refelmäßig einen anderen All-Time-Favourite-Tabak zu rauchen: Van Nelle Halfzware.

Auch wenn Van Nelle weiterhin ein geschmacklich hervorragender Tabak ist, so ging doch auch hier etwas verloren, als sich IMPERIAL TOBACCO (die Herrscher über Van Nelle) entschieden, die Verpackung mit “coolen” Kurztexten zu bedrucken. Dadurch fiel einerseits die wirklich coole, arrogante Selbstdarstellung (“we see that other manufacturers have copied our famous trademark” oder so ähnlich) weg und andererseits musste man als Van-Nelle-Raucher sich beinahe schämen, diese derangierten Texte auf seiner Tabakpackung lesen zu müssen. Sie sind allesamt scheußlich!

@ Van Nelle / Imperial Tobacco:

EURE SCHEISS TABAKTEXTE STINKEN MEHR ALS EINE KUH AUS IHREM ARSCH! NEHMT SIE WEG, IHR VERDAMMTEN MARKETING-SPASTIES!!! NIEMAND MAG EURE SCHEISS TEXTE! NIEMAND!!! (okay, außer vielleicht 1-2 hirnlose Vollpisser)

Nun, weil es mir peinlich ist, daß Leute mit denen ich mich treffe, die Texte auf den Van Nelle-Packungen lesen können/wollen, wenn ich mir in ihrer Gegenwart eine drehe, bin ich regelmäßig, wenn mein Tabak mal wieder leer ist, auf der Suche nach neuen Sorten, die weniger schamerzeugend sind, als Van Nelle. So probierte ich verschiedene Sorten Chee-Tah (08/15), Bison (eigentlich ganz lecker, aber meistens staubtrocken, weil niemand die Marke kauft), zahllose Billigsorten (JPS etc.) und manchmal, verzweifelt, sogar DRUM (ich hasse Drum für diese wahnsinnig “fancige” Verpackung, außerdem ist der Tabak eher mittelmäßig)… kurz: ich fand nicht wirklich eine Alternative zu Van Nelle, weil der Halbschwarze (blau) echt superb ist und der Milde (rot) ebenfalls.

Gestern musste ich neuen Tabak kaufen und war in Ausprobierstimmung. Bei einem, der von mir regelmäßig frequentierten, Tabakwarenhändlern sah ich dann mir vorher unbekannten / nicht aufgefallenen “grünen” Javaanse Jongens Tabak, den ich mir dann auch gönnen sollte. Als ich ihn dann in der Hand hielt und vom Nahen sah, las ich folgende Sortenbeschreibung und mein Herz tat einen Sprung:

TEMBACO (und gaaanz klein darunter:) 3/4 Zware Shag

Es gibt ihn also doch noch!

HACH!

Selbst die Tatsache, daß auch jener Tabak (wie alle JJ-Sorten heutzutage) das “100% Frei von Zusatzstoffen” auf der Packung prangen hatte, konnte meine Zuversicht nicht bremsen. Es war DER 3/4 Schwarze von Javaanse – Es gibt ihn noch!!! Als ich dann zuhause endlich die erste Selbstgedrehte entzünden konnte (hatte kein Feuerzeug mit und hab niemanden getroffen, der rauchte) und der erste Zug meine Lunge schwärzte, fühlte ich mich großartig. Der Geschmack ist noch da. Der grüne Javaanse schmeckt immernoch großartig, ich kann zwar nicht 100%ig sagen, ob es der gleiche Geschmack wie früher ist, aber er schmeckt immernoch einmalig. Freudig werde ich nun die nächsten Tage damit verbringen diese Tabaklegende zu schmöken, bevor ich danach wieder zu Van Nelle zurückkehren werde, weil ich keine 2 Packungen davon hintereinander rauchen kann, ohne echte Probleme mit meinem Lungenvolumen zu bekommen… aber HACH! ist es schön, daß es ihn noch gibt, den legendären 3/4 schwarzen von Javaanse… DANKE BAT, daß ihr uns wenigstens DAS nicht genommen habt.

Peace & kill something

the_ohrt

PS: ich weiß, daß dieser Text Grammatik- und Rechtschreib-,sowie Tippfehler enthält, aber wenns ums korrigieren geht, muss ich leider sagen: I HAB KOA LUST (Georg Kreissler hören!)

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