Sehr geehrte Damen und Herren, hallo Mama und guten Morgen liebe Studenten,
mit diesen nun folgenden Zeilen soll eine Ära zuende gehen. Acht Folgen sein ja nunmal auch wirklich genug, sagt mein antikommerzieller Geist, bevor er sich fortan in einem Iglo auf Helgoland einfinden wird und von dort aus wenigstens niemanden (insbesondere mir nicht) schaden kann. Es ist Zweitausendzehn (und Wir sind hiermit offiziell dazu auserkoren, als Erste wichtige, die Gesellschaft prägende Plattform [mit Betonung auf erster Silbe] das Wort ‘Zweitausendzehn’ ausgeschrieben zu haben) und damit genug! der zweiwöchentlichen Predigt, die passenderweise Dreiwochen nach dem letztmaligen Ausstoß von dürftiger Unterhaltung für die geistig Schwachen (oder zumindest das was die Anderen als solches empfinden) das Ende verkündet und vonnunan ihr Heil im schwarzen Loch ewiger Unerreichbarkeit fristen wird – vergessen aber nicht vergeben.
Das Bier ist auf, die erste Kippe fast aus: Los geht!!!
… mit was auch immer… Ganz ehrlich, im letzten Output gab es nichts zu berichten und im hiesigen sieht es kaum anders aus. Ich könnte jetzt von den Themen des Abends anfangen, doch: Pah! Soll der Kopf, der Blöde, sich doch was anderes einfallen lassen, wenn wir schonmal dabei sind uns so. Kann ich denn auch was anderes tun, als jene Forderungen zu wiederholen, die meine vorherigen Beiträge bereits ausreichend ergründet haben? Soll ich tiefer in die Materie einsteigen, als schlicht zu sagen: alles Scheiße, alles Dreck, eine Bombe, alles weg? Nö. Kein Interesse, danke, gehen Sie bitte nach links, werfen Sie ums Verrecken keinen Blick nach rechts, gehen Sie über Los und streichen Hartz IV ein. Was ich besonders Herrn – ich bin ein übergroßes populistisches Arschloch ohne fortführenden Zweck – Koch aus Hessen im Niemandsland zwischen Süderelbe und Bayern empfehlen möchte. Drei Jahre Hartz Vier, fünf Jahre Schuldenberg eines durchschnittlichen Angesteltenhaushalts und eine Frau mit Tripper von einem Straßenstricher wünsch ich Dir, Du ekelerregende Kanaille und Schande für einen Mann. Du bist der Grund, warum es besonders in Amiland Gang und Gebe (Gäbe?) ist, den gemeinen Hessen als Inbegriff altdeutscher Boshaftigkeit darzustellen (siehe Sleepy Hollow, Baltimore oder: Der standhafte Zinnsoldat und der Vampir). Mögen Deine Innereien verrotten!
Puh, das hat gutgetan. Doch dies ist keine Übung, wir befinden uns im offenen Widerstand zu dem, was die neoliberale Weltordnung aus der Wertegemeinschaft ‘Staat’ gemacht hat, als sie den abhängig Beschäftigten und den gar nicht beschäftigten zum Feind derer von Kapital gemacht hat, zum Abschaum der Nacht und alkoholabhängigen DSDS-Zuschauer ohne Daseinsberechtigung außer dem, dem Konsumgütermarkt zu verehren und Sie alle, die ihn beherrschen und wie eine Mine ausbeuten, in einem Berg von Geld am eigenen Reichtum ersticken zu lassen und den hierüber Ausgenommenen die Verachtung des scheinbar überlegenen Geschöpfes anheim fallen zu lassen. Fuck it all. The Punishment of all wie Demolition Hammer einst korrekt und wahrscheinlich ob eines anderen Grundes aufschrien in ihrem absoluten Meisterwerk der Songkomposition. Fuck it all und danke für die Blumen, Ihr Scheisswixer. (Flappflappflapp, ich wix die Scheiße nicht zu knapp).
Das Glorreiche an der Fäkalsprache ist doch, das es keine andere gibt, in der so adäquat auf die Umstände in der Welt an sich und der Gesellschaft im Speziellen reagiert werden kann.
Doch die allgemeine Verfäkalisierung dieses Artikels ist , zwar ein hehres, doch kein, nicht(-) Ziel des heutigen Verklausolidarisierungsbonnifatiöses Dings Mit Namen Heiner Der Es Schon Immer Wusste. Anregendes zum folgenden und jeden weiteren Montag der Welt! zu schreiben ist eben jenes, was wiedermal unmöglich wird, ob der Tatsache, daß eben gerade Sie, viel lieber DSDS kucken und dabei Protwein ausm Lidl saufen, als Sie sollten. Doch ist das Ihr Gutes Recht; Wir, Ich, Sie wollen es Ihnen nicht nehmen, nur übernehmen, was dahinter läuft; hinter der Stirn des Anstoßes sozusagen, was ja mal Zeit wurde, es zuzugeben, anstatt der Leugnung überfahren zu werden. Soviel zum Dadaistischen Anspruch danke, das war ja auch Zeit, Grüß Gott, wo ist mein Scheck zum Selbsteintragen. Die Gier erhält uns am Leben.
Ich jedenfalls, glückelig und viel zu lange als meinem Arbeitgeber Recht sein dürfte, werde mich gleich sonnen im Schatten dieser Großtat von einem Eintrag in die Hölle der Blogoshere, unerkant, verkannt gar und sich darüber bewusst und erhört seiend… Sprechen Sie Sich vergangenen Satz fünfmal hintereinander am besten auf einem Friedhof bei Vollmond laut vor und erraten Sie im folgenden Abschnitt, was gemeint war. Ne, doch nicht, lieber huschhusch ins Warme ist kalt draußen. Ich jedenfalls,(dramatisches Komma der Bedeutungshaftigkeit) werde Euch vonnunan erstmal zumindest in Form dieser allzweiwöchentlichen Kolumne allein da draußen lassen und mein Bier, meine Kippen ohne Euch konsumieren.
Und mich darüber freuen (oder zumindest heimlich in mich herein lächelnd mich daran erinnern) Aufeinbierundvielekippenmittheohrt heute hiermit zu einem akzeptablen Ende geführt zu haben.
Schlaft gut!