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Herzlich Willkommen gelehrte Konsumenten, ungelernte Hilfsarbeiter und willenlose Sklaven zur in diesem Moment aktuellen Ausgabe unseres Leitmotifs auf NewWorld’sEve, dem Steckenpferd des Ohrtes, die heimliche, schriftliche Leidenschaft seines Erschaffers und Einzigen Kontributörs oder wieauchimmerdadheißenmag: Auf ein Bier (die erste Kippe brennt bereits): Prost!

Ahh, Holsten Edel. Ohne Schädel. Denn nur eines; zu viel: Keines. Wir befinden uns derzeit mit dem Spaceship Hawkwind in der Umlaufbahn des Planeten Oberursel Dreißig, einem kleinen Planetoiden westlich des linken Armes des Skapanken Gürtels auf Sturzflug in den Untergang; hoffnungsvoll doch lebensmüde, neugierig (neophil) doch wertekonservativ; als gebildeter ‘kleiner Mann’ auf Weltreise durch die Abgründe asozialer Anziehungskräfte mit ANALysierender Logik antiseptischer Art. Blök.

Kein ökologisches Gewissen und kein antikapitalistischer Geist kann es mir austreiben, Fabrikationen der Automobilindustrie zu verehren, wie kein anderes Werk der Industrie – das Automobil, in seiner ganzen Pracht als Individualreisender ohne Einschränkungen außer der stückweisen Vernichtung der Welt als solchen, ist die brillianteste Erfindung aller Zeiten, so sinnlos und sinnvoll gleichzeitig, so übertrieben fortentwickelt und in kompliziertesten Formen perfektioniert, ist es das Einsame Meisterstück der Ingeniörskunst, die geilste Maschine, die jemals erfunden wurde, der beste Beweis von menschlicher Überlegenheit gegenüber – zum Beipiel – Walfischen.
Diese Woche wurde das stärkste Straßenfahrzeug aller Zeiten angekündigt – der DanSpeed Dynamite oder so ähnlich, ‘Dänisches Dings’ halt – und der neue Fünfer BMW vorgestellt – das wie immer beste Fahrzeug der oberen Mittelklasse, weil es der neue Fünfer BMW ist. Er kann selbstständig einparken, 5 Liter verbrauchen oder mit 5 Litern Hubraum geordert werden (oder zumindest als 550 mit Achtzylinderdoppelturbo – HACH! ACHTZYLINDERDOPPELTURBO – was ein wunderschönes Wort) und wie immer 5 Menschen schnell, gemütlich und sportlich auf jeder Straße der Welt von A nach B bewegen. Kostet viel, gibt viel zurück, wird sich spitzenmäßig fahren. Ich will ein Auto, verdammt.
Der Jaguar XJ12 Series III ist das beste Fahrzeug das jemals gebaut wurde – nur fürs Protokoll.

Wir gleiten ab in die angenehme Selbstbezogenheit der Melancholie und denken einmal kurz an Weihnachten und dabei ausnahmsweise mal kurz daran, daß die Leute die uns den Dreck verkaufen, den wir ungeliebten Menschen schenken, dort wo wir sie kaufen ARBEITEN nicht leben. Danke.

Ich bin Hamburger. Hamburg, das ist: für alle Uneingeweihten:, die schönste Stadt der Welt, der beste Ort zum leben und beseelt mit den tollsten Menschen aller Länder, eine einzigartige Schönheit mit garstigem Wetter, dem unbeherrschtesten Unterschichtshassern in allen Machtpositionen und der wohl weltweit dümmsten linken Szene; eine Perle des Lebensraumes.
Nun sind wir Hamburger seit 1871 fremdbeherrscht von irrsinnigen deutschen Vollpfosten und Möchtegernhitlerkarrieristi und langsam zeigt sich, daß genug genug ist:
WIR MÜSSEN HAMBURG BEFREIEN!
Die harte Faust der deutschen Unterdrückung läßt Uns Hamburger immermehr hinabfallen in die berlinesquen Münchenereien deutscher Unkultur, was dazu führt, daß wir – uns in vermeintlicher Konkurenz zu anderen deutschen Großstädten befindlich fühlend – die Hamburgische Kultur der Eigenständigkeit vernachlässigen. Wir brauchen Mehr Hamburg Weniger Deutschland. Wir brauchen einen anständigen Neuen Seperatismus!

Seperatismus Jetzt! Hamburg Frei von Fremdherrschaft! Weg mit den Parteien der Deutschen Unterdrücker!
Für ein lebenswertes Hamburg!

*keuch*, *schnauf* – sie äxseitment gott mie zrillt ai dohnt no wotto reit ähnniemoor

Achja, die Gentrifiddidingsbums oder wie das heißt. Für uns als Hamburger ist das natürlich ein großes Thema: man schwankt so zwischen ‘hoffentlich wird die Schanze weggegentrifididingsbumst’ und ‘Barmbek Bleibt Pöbelstadt ™ ‘, verflucht die hohen Mieten und lacht über all die Vollidioten, die im Namen der Autonomie letzte Horte des Hirnfaschismus betreiben und sich wundern, warum sie außer ein paar stinkenden Studenten ohne Lebenserfahrung keinerlei Befürworter haben. Unser Lösungsansatz hier bei NewWorld’sEve beschränkt sich erstmal auf ‘Bullen Raus aus St. Pauli’, ‘Davidwache Zum Edelpuff’ und ‘Abwarten und Bier trinken’ – in der Reihenfolge. Das Thema Schanze ist für mich gegessen, Planierraupen können da noch helfen und vollständige Neubebauung mit vaginaförmigen Prunkbauten und geometrischen, sprich: klötzchenförmigen, Wohnbunkern ohne architektonischen Charme – das so ungefähr fünfzig:fünfzig verteilen, immer schön abwechselnt, keine Straßen, nur Plätze; Fertig, ham ordentlichen Stadtteil. Und jeder oberste Stadtentwickler ab jetzt muss mindestens zwanzig Jahre Handelsmarine vorweisen können.

Mein Holsten hat jetzt höchtens noch Bier von Kurzen-Menge in sich, geht schnell son Holsten, und ich finde es ist genug anregendes verbreitet worden. Lest weniger Welt Kompakt, mehr Donald Duck und gehabt Euch wohl; kommt gut durch die Weihnachtszeit und laßt Euch keine schwachsinnigen Feste von der Verwandschaft aufschnacken. Geht mal wieder ins Kino. Raucht mehr Crack. Tötet mehr Würdenträger. Schlaft gut und träumt was Grausiges.

Mein Bier ist leer.

Es ist gar nicht morgens, doch fühlt es sich für mich so an.
Ich trinke meinen zweiten Kaffe, rauche meine vierte Zigarette (Pall Mall Classic, OCB Blau, Filtertip aus einer alten “Boston”-Packung) und verdaue die zwei verspeisten Öko-Roggenvollkornbrote (Biosiegel) mit Nusskati, die obwohl stark verbrannt (vergessen, die Ofenklappe zur Gasflamme zu schließen [echt müde heut]) ein vorzügliches Aroma bereitstellten. Es ist eindeutig Herbst, ich kann, wenn ich möchte 28 Teller, fünf Töpfe, 121 Besteckstücke und 12 Kaffebecher abwaschen, entschließe mich jedoch stattdessen, Itunes (gesamte Bibliothek, Zufällige Wiedergabe, Play) zu hören, meine vierte Zigarette zurauchen, meinen zweiten Kaffe zutrinken und einen Beitrag für NewWorld’sEve zu verfassen. Der letzte war ja nun echt scheisse, uninsiriert und unabgeschlossen und zur Wahl wollte ich dann doch nichts mehr sagen. Schwarz-Gelb, Biene-Maja-Koalition, konservativ-neoliberales Bündnis, Worst-Case-Szenario, Westerwelle als möglicher Außenminister, igitt, wieder dieses unfähige Merkeldings als Kanzler, zum Glück nicht Steinmeier, aber. Alles scheisse, war vorher klar.
Bei der Arbeit alles in Ordnung, aber mit der immernoch nicht auskurierten Erkältung und den patientenartigen Kunden der letzten Tage war es manchmal dann doch eher unangemessen mit guter Laune zu agieren, sorry, Chef, es geht halt nicht immer. Und außerdem. Egal. Ich hab ein dreitägiges Wochenende ab jetzt und grübele schon seit geraumer Zeit, ob ich irgendwas großartiges tu soll, doch leider spielten Ensiferum ausgerechnet gestern (ich hasse es, wenn sehenswerte Bands in derartigen Zeiten gestern spielen) und mein Überblick über die Veranstaltungen der nächsten Tage sah eher mau aus, im Hafenklang(Exil) und überhaupt dessen näherer Umgebung ist eher so Soul angesagt, also langweilen und chillen, dafür gibt man kein Geld aus, das macht man zuhause. Ska- oder Folkpunk wäre nett… Naja, man kann nicht alles haben.
Slayer drück ich weiter, keinen Bock auf traditionellen Kram, nenene, gibt es eigentlich mal ein Sodom-Konzert (ohne fünfzehn andere Bands) in Hamburg? Da hätt ich Bock drauf…
Anyway… für all jene, die es interessiert: ich arbeite(te) an einem neuen, eher “literarischen (gesprochen lidderorischn)” Projekt namens “Hanniball & Bonsen”, dessen erste Story grad in Arbeit ist. Deshalb bleiben Updates Mangelware, auch weil sie ja sonst nix wert sind – merkt Euch das Spiegel Online!
Und: es ist endlich Herbst. Herrrbst. Yes. Gehen wir davon aus, daß der Sommer ein schöner war (was in der Tat eine naheliegende Annahme darstellt), können wir eventuell vermuten, daß der Herrbst ebenso wunderbar wird, wenngleich wir vielleicht ein wenig vorsichtiger mit derarigen Vermutungen sein sollten. Ich jedenfalls freue mich auf den Herbst. Jawohl. Das liegt zum einen am vielen Regen, den schönen, seltenen Sonnentagen und der allgemeinen Befärbung der äußeren Umgebung, eine Notwendigkeit des Herbstes, die ich schon immer sehr zu schätzen wusste. Kanalisieren wir also unsere Energie gen Stubenhocken, abhängen und in-kleinen-Küchen-überfüllterweise-umherstehen (also gemäß dem Fall gewisse vorakademische Elemente laden einen wiedereinmal zu Sehen-und-gesehen-werden-Privatevents ein, von deren Argumenten [freier Alk, junge Frauen, dummes Geschwätz, unsinnige Diskussionen mit Pseudo-alternativem Pack, kotzen in Schuhe] man sich sicher MAL überzeugen läßt, wenn es Zeit, Geld (Fahrkarte, sind ja nie in ordentlichen Gegenden) und Stimmung (Abend is eh scheisse, können wir ja auch Dummbratzen glotzen auf Studiparties gehen) zulassen. Vielleicht. Sist jedenfalls Herbst und ich bin bereit. Klare Verhältnisse scheinen geschaffen zu sein und die Melancholie beschränkt sich auf Allgemeinplätze und Notwendigkeiten, kranken jedoch an mangelndem Interesse respektive Hingebung.

Majestätische Mutmaßungen misslungender Meerreisen

Mercredi je ne peut travail, mais j’arrive dans le place du travail et ne parti avant septpoitcinque heur du travail – so schlecht ist mein Französisch. Aber dennoch verwende ich gerne einzelne Vokabeln des frankosprachlichen Kulturkreises zwecks Optimierung des eigenen Wortschatzes: gibt es eine passendere Art “nach Dir” zu sagen als “Aprés (oder è) vous”? – das ist schwer vorstellbar und “merci” und “bonjour (gern auch in deutsch-satirischer ‘bong-juhr’-Form)” empfand ich schon immer als gelungene Tonierungen für die damit verbundenen septiererischen Aktivitäten. So wie “de nada” oder “Cervezas! Por Favor! (ernsthaft: keine Ahnung, wie die Kacke geschrieben wird)!!” ausm Hispanischem in der Respektive oder “Slantje”, “Dos vedanja”, “Skoll!” und “Kieppies” (allg.:s.letzte ())… Das europäische Sprachlandschaftendings bietet doch genügend Abwechslung für alle, die den Anglizismen und Lateinikackan überdrüssig geworden sind. Deshalb.
Sollten wir die Schätze der Abwechslung nicht nutzen? Dafür brauch man noch nichma Abitur, es reichen DVDs mit verschiedenen Tonspuren, um inspiriert zu sein – tu es! Da dieser Text mal wieder in komplette Experimentiererrei verfallen ist, wird er hiermit beendet. Tschüss, Blödkopf!

Seit heute bin ich wieder in der Lage weiterzumachen.
Keine Ahnung, wann ichs dann im Endeffekt tue (das Wetter in Hamburg zur Zeit – HACH! … die ganze Arbeit und dann noch diese ständige Schreiberei [offline] uiuiui … draußen Biertrinken! … drinnen rumgammeln! nichts tun! Fahrrad fahrn! Fiddler’s Green beim Welt Astra Tag! …) aber es kommt, es kommt. Amen.

Potentiell könnte ich folgende Themen (neben den bereits etliche Male verschobenen) aufgreifen und darüber meine Eindrücke schildern:

Metal Splash II Open Air in Rotenburg / Wümme
Das eine Ska-Konzert im Marx wo ich war
Das ewige Thema Schanze
Warum Barmbek super ist
Lektionen in Lebenshilfe

Da ich weiterhin spontan und unregelmäßig aktualisieren werde, passiert wahrscheinlich großteilig nichts (außerdem ist das Wetter wirklich gut grad) ABER

“wer in die Zukunft sehen kann, ist nur auf schlechten Drogen” (Franziska von Wissensiech, Prophetin)

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