Nach ausführlichem Studium meines Arbeitsplanes für diese und nächste Woche und der Tatsache, daß man derzeit geradezu verfolgt wird, von einseitigen, unpersönlichen, lahmen und uninspirierten Rückblicken auf das kommende Jubiläum des Mauerfalls, hat sich NewWorld’sEve Major Domus theOhrt entschlossen, Euch bereits heute einen kleinen, vielleicht längeren, aber gewissenhaft unrecherchierten Rückblick auf 20 Jahre deutsch-deutsche Geschichte zu liefern – mit Hauptaugenmerk auf die – bis dato letztwichtigste Station des politischen 9. Novembers, der schon immer (naja, zumindest seit der Entseperatisierung der deutschen Nationen), der wichtigste historische Tag für dieses Land war:

Neuneinviertel Jahre (knapp) war ich alt, als die Mauer fiel und wie man sich denken kann, war daher die politische Dimension für das kleine Ohrtilein beim besten Willen nicht greifbar. Es war einfach etwas, daß passierte, etwas ungewöhnliches, aufregendes und seltsames, da wahrscheinlich erst jetzt diese Frage gestellt wurde, die sich heutzutage mehr rechte und linke Geschichtsverdreher stellen, als intelligente Lebensformen: was ist denn eine DDR?
Natürlich bin ich mir, ob der nunmehr fast 20 Jahre die ins Land gegangen sind nicht sicher, aber ich glaube tatsächlich, daß der Mauerfall (oder vielleicht die Nachrichtenflut aus Berlin im Vorfeld) das erste Ereignis war, daß diese DDR überhaupt erst existent machte; vorher gabs vielleicht ein paar Sätze dazu, Top Secret! und „Die Da Drüben“, aber nicht wirklich die DDR, besonders nicht in einem unpolitischen Arbeiterhaushalt, der damals zwischenzeitlich Station in einem kleinen Dorf in der Nähe der A1 machte. Aber diese A1, beziehungsweise die Brücke über diese Fernstraße, war es die mir das Erlebnis „Fall der Mauer“ verständlich machte. Wir gingen damals jeden Tag nach der Schule und speziell am Wochenende auf die Brücke und zählten Trabbis. Wochen- nein, monatelang verstopften sie die Straße gen (wessi-)Ostsee, wir starrten sie oft stundenlang an und wunderten uns; denn verstehen konnten wir das alles damals natürlich noch nicht und für mich als aufmerksamen AutoBild-Leser, der ich damals war (mein Muddern arbeitete bei Buch+Presse und brachte jede Woche eine mit) war hauptsächlich faszinierend, soviele Autos zu sehen, die es damals bis dahin eigentlich gar nicht gab – und die, wie gesagt, auf einmal die Straße unter der Brücke verstopften, die man immer überqueren musste, um in unser Dorf zu gelangen.
Man mag es heute – zu Zeiten von „blöde Ossis“, „Besserwessis“ und Hansa Rostock – gar nicht mehr glauben, aber damals waren irgendwie alle glücklich über die Öffnung der Grenze; glücklich, aufgeregt und – ja, wirklich – offen. Man versuchte in der Folgezeit lang verschollene Verwandte wiederzufinden, suchte den Kontakt zu den jetzt überall auftauchenden „nicht-mehr-wirklich-Flüchtlingen“ und interessierte sich für das „andere Deutschland“, daß es bis dato nur als graue Fläche im Atlas gegeben hatte. Natürlich gab es auch kleinere Eifersüchteleien wegen der hundert Mark, die es für die Grenzüberschreitung von Osten aus gab, aber das war nicht wirklich dramatisch oder so. Es regierte einfach die Neugier und das sollte sich zumindest die restlichen meiner Grundschuljahre auch nicht mehr ändern; die neue Mitschülerin wurde als erstes gefragt, ob sie „von drüben“ komme, bei der Antwort „ne, aus Niedersachsen“ wurde kurz drüber nachgedacht, ob das das „alte Deutschland“ war (in Heimat-und Sachkunde war ich nie besonders gut); dann war man kurz enttäuscht (die ganze Klasse, so nach dem Motto: „och, wir wollen auch einen Ossi haben“), aber klein Ohrti verliebte sich trotzdem in die Neue, was sie zur ersten großen Liebe machte, an die ich mich erinnere – obwohl sie gar keine Ossi war…

Die erste Ernüchterung kam dann 1990, als die neuen Mitbürger, den von allen vernunftbegabten Lebewesen im jetzt entstandenen Westteil des Landes abgrundtief gehassten, Vollpfosten Helmut Kohl erneut zur Kanzlerschaft wählten, was wir, ehrlich, den Ossis ganz schön über nahmen, denn bereits damals hatte eigentlich jeder die Schnauze voll vom „Dicken“, aber nagut, man nahm es ihnen nicht wirklich krumm, schließlich wussten sie es ja damals nicht besser…
Endgültig enttäuschten die neuen Mitbürger dann 1992 mit den Angriffen von Rostock-Lichtenhagen, die – glaub ich jedenfalls – erstmals die eigentlich neutrale, Bezeichnung „Ossi“ als Beleidigung hoffähig machte – in der Zeit danach versteht sich. Denn, soviel Ehrlichkeit muss sein, die meisten Menschen (im Westen) saßen wohl damals, wie auch meine Eltern und die Eltern meiner Freunde, vor dem Fernseher und sagten vor ihren Kindern Dinge wie „kann man ja schon verstehen“, „die tun wenigstens was“ oder „die Asylanten sind ja selber Schuld“. Als zwöfjähriger Steppke glaubte man sowas natürlich ne Weile, bevor die Schule ausnahmsweise mal was sinniges tat und uns über diese schrecklichen Angriffe aufklärte. Nur fürs Protokoll: spätestens seit 1993 bin ich Antifaschist, mit 14 war ich auf meiner ersten Anti-Nazi-Demo – die Zeit nach der sogenannten Wende hat diejenigen, die in den 90ern großwurden entweder politisiert oder zu ihrer unpolitischen Meinung gebracht: wer sich mal richtig ekeln möchte, kann ja mal nachgoogeln, ob er die Aussagen von (CDU-)Politikern aus dieser Zeit (1992-1994) zu den Übergriffen gegen Asylbewerber findet; ich hab sie jetzt nicht extra gesucht, mir schauderts heute eh noch genug, wenn ich an diese Zeit denke.

Man kann jedenfalls behaupten, daß die Ereignisse ‘92-’94 schon ein wenig zu dem Unverständnis gegenüber den Ossis in unseren Breitengraden beigetragen haben. Das es (immer noch so genannt) „drüben“ national-befreite Zonen gibt, die NPD eine politische Rolle zu spieln scheint, und die Ostler scheinbar den Nazischeiss nicht schlimm zu finden scheinen, hat einige neue Vorurteile geschaffen, die eigentlich nicht sein müssten. Aber naja: Rationalität ist halt auch sone Sache, nicht wahr?

Zum Thema zurück: sicher war der Fall der Mauer eines der prägendsten Erlebnisse meiner Kindheit und trotz der Tatsache, daß die BRD mit dem Zukauf der DDR kein Stück demokratischer, anständiger oder erträglicher geworden ist, war es wichtig, richtig und irgendwie auch schön, daß es so gekommen ist. Es wäre sicher ein blöderes Leben, wären die Freunde, die in der DDR aufwuchsen, nicht hier, sondern noch drüben. Zum Glück ging die DDR unter.

NewWorld’sEve – der wordpresses predigtester Blog, beseelt von Besserwisserei und dem Stolz keine Zeit mit überflüssiger Studiererei verbracht zu haben – möchte sich hiermit – wiedereinmal oder auch nicht – an Sie wenden, verehrte Leserinnen, Durchkucker und verwirrte Perzufallherfinder, um Ihnen Hoffnung, Mut und eine Selbstgedrehte von faszinierender Geschmacksintensivität zu machen: Sie sind nicht allein.

Sollten Sie sich wundern, daß Sie diesen Beitrag, den vorigen oder nächsten, einen alten oder kommenden, mit wechselnden Gefühlen (zB. ;-) , ^_°, WTF?!!? oder lol) verkonsumiert haben und sich schämen, daß Ihnen die Begründung fehlt: warum, so lassen Sie sich sagen: es gibt andere, gute Menschen, wie Du und Ich, die diese erzürnenden oder erheiternden, zeitstehlenden oder beseelenden Texte fernab der Promiskuität (nein, ich weiß nicht, was das heißt, gehe aber davon aus, daß es nichts mit NWE zu tun hat) ebenso lesen, wie Sie selbst. Und falls Sie es bis dato noch nicht erkannten: dies ist ein Dank der Macher an die Besucher, weil es wirklich gut tut, zu sehen, daß jemand diesen Schmonsens liest: Danke. Also fürs lesen. (und danke wordpress, daß mans sehen kann inne Stoadisdik)

Wir wünschen Ihnen also weiterhin viel Freude beim Entdecken der Wahrheiten NewWorld’sEves und verbleiben

Mit indigener Grüßerei *knutsch*

NWEs theohrt (Maximo Liedersinger)

Meine verehrten Damen und Herren, entzückenden Mädchen und coolen Jungens, liebe Schneekönige,
herzlich willkommen ein tatsächlich faszinierend pünktliches drittes Mal zu Auf Ein Bier(&viele Kippen)Mit TheOhrt, wiedereinmal live vorm Bildschirm und lautstark auf der Tastatur rumhackend präsentiert Ihnen NewWorld’sEve – Hort des ewigen Widerstandes gegen Alles Was Stinkt – das zweiwöchentlich stattfindende bald schon ehrwürdige Wort zum Montag aus Perspektive des selbsternannten Globalromantikers und Universalsatiristi, welcher die Projektion meines Egos darstellt.

Aber genug von akademischem Sprachgewichse und hochtrabender Selbstüberschätzung hin zum Interessantem, Berührenden und wahllos ungezwungenen Herumdenken auf Dings. Also ab dorthin, wo es hiermit nunmal hingehen soll. Der Regen besprenkelt die herbstlichen Blätterkronen der Bäume, es ist aber dunkel, darum sehn wir nix und aus den Lautsprechern dringt irgendein wütender kleiner Mann der mit billigem Hardcorelärm als Begleitung versucht seiner negativen Gefühle bezüglich Allem und Jedem Herr zu werden – und ein halber Liter Astra, Kühlschrankkalt seit gestern und ausnahmsweise qualitativ rechtfertigbarer Tabak am Brutzeln neben einem auf dem überfüllten Aschenbecher liegend und damit summasummarum die komplette Grammatik des Satzes verspeisend, ausscheident und fröhlich an die Hauswand eines Samhaimunwilligenden schmeißend sich schließlich einem anderem Thema, ob des viel zu hohen kommerziellen Potentials, endgültig zuwendend. Und überhaupt.

Wir reichen uns lieber die Pfoten zum Tanze, bewegen uns rhythmisch gebannt zur Melodei des Lead-Musikanten und betreten glücklich lächelnd die Welt der Musik, die uns offen empfängt, wie gewollte Reisende hinfort vom Sinn, hin zur Leidenschaft des treiben lassens, des Einzigen, was uns – wenn auch nur für einige Momente – alles vergessen lassen kann. Genug der Esoterik. Doch, was nun? Der Politik haben wir abgeschworen, das Gefühl verkommerzialisiert, die Gerechtigkeit verscherbelt, die Freiheit dankend abgegeben, die Hoffnung längst bestattet, die Ziele angepasst, dem Zeitgeist unterordnend unser Leben ausgerichtet. Kritik ist das keine, nur Fakten; kalte, klare Fakten über uns, die Welt, die Wir schufen und das Sein, was wir erbauten aus den Grundfesten des Konsens, des kleinsten gemeinsamen Nenners, über den wir uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit beklagen, doch nichts sagen, wenn Sie fragen, noch brav nicken, gar nichts wagen. Frühstück war gestern, heute ist Premiere – und die gehört den Murdochs und heißt jetzt auch noch anders. Manchmal kocht es zwar noch hoch in uns, manchmal brennt es wieder und erreicht einen Siedepunkt, dem wir nicht entgehen können, dann beherrschen wir uns, beruhigen uns, verstecken uns, erklären uns mit Ausflüchten, die rein gar nichts mit dem Auslöser zu tun hatten. Das ist, was wir lernen mussten auf unseren Wegen…oder nicht? Hey, es gab zwei Wochen Pause verordnet, jetzt darf wieder gegrübelt werden. Heilig, Heilig Sei der Weg.

Schluß jetzt!
Aus!
Das kapiert doch keine Sau und lidderarüsch wertvöll is dat doch auch nich! Also Schluss damit, warum nichtmal Blümchen pflücken?!

Naja, es ist halt Herbst und – tja – da ist nicht so viel mit Blumen, weißt? Der Trend geht dann eher so Richtung Tannebäume, damit die Leute einen Grund haben zu lieben und so, nicht? Wieso nicht Feste drüber machen, wenn man verlernt hat, was das heißt, nicht wahr. Schenken ist Liebe und kurbelt auch noch die Binnenwirtschaft an und sichert Arbeitsplätze (besonders von Kassenpsychologen, die sich auf Einzelhandelspersonal spezialisieren); ach, Du schöne Weihnachtszeit, bald ist es schonwieder soweit, dann kaufen wir und streiten und verschenken Eitelkeiten -…-
Aber kein Bock, darauf jetzt schon zu sprechen zu kommen und drüber nachzudenken, wir werden uns eh nur Blödsinn schenken, uns danach den Kopf verrenken, wer bekam den größten Stiefel.
Mein Kopf ist leer, was mach ich bloß, denk immer nur an ihren Schoß, ihrm Wesen auch klar: ihrem Leib, ach hätt sie dafür heut schon Zeit. Ähem. Die letztgelesenen Verse sollten möglichst als Anbiederung an den Massengeschmack bezüglich Unterhaltungstexten verstanden werden und haben keinerlei Zusammenhang mit aktuellen Anlässen, die hier berichtenswert wären. Schade eigentlich (hier beliebigen zweideutigen Smiley einsetzen).
Das Bier ist schon dreiviertel um, es schmeckt schon leicht bitterer als zu Beginn dieser kleinen sprachlichen Exkursion in den spontanen Hirnwisch eines selbstironisch als verkanntes Genie auftretenden Dummschwätzers mit den Qualitäten eines übereifrigen Possenreißers seiner eigenen Definition; genug Selbstknuddelei, nun Sport.

Nachdem uns nun aufgrund eines spontan aufgetretenen Literaturistenwurmloches der Sportbeitrag abhanden gekommen ist, beschäftigen wir uns nun lieber mit so grundsätzlichen Fragen, wie: muss ich mir die Zähne putzen, nachdem ich in einen Baum gebissen habe, weil ich einen viel zu kleinen Hund beeindrucken wollte?
Die Antwort liefert uns unser Korrepondent aus Islamadad, Hauke Hodenscheisser der Dritte, ein ausgebildeter Journalistenkenner und Weltmeister im Jogurtessen über drei Bahnen: „Selbstverständlich.“ Danke Hauke, bleib wie Du bist, wir mögen Dich auch ohne beide Augen. Das Wetter bleibt so, wie es die letzten dreihundert Jahre an einigen Tagen bereits war und die Lottozahlen spielen keine Rolle, denn ich hab eh nichts gewonnen. Noch ne Kippe, wer dreht, haha, bin alleine, also aufi.

Ich finde, die Banken sollte alle Privatschulden erlassen, pleite gehen und unsere Welt damit vom Unrecht befreien, aber mich fragt ja keiner. Ich könnte behaupten, daß Geld, die Wurzel allen Übels darstellt, aber das wäre nicht wahr; wahr wäre, daß die Wurzel allen Übels in einem der zahllosen Katakomben des Vatikans aufbewahrt wird, wo sie ein angenehmes dasein fristet, ab und zu einen sich verirrenden Menistranten verspeist und im allgemeinen die Weltherrschaft an sich zu reißen versucht, jedoch stets gedanklich an der Stelle scheitert, wo es um das Marketing geht – und dies sollte man besonders deshalb als ungewöhnlich begreifen, weil die Wurzel Allen Übels – die im Übrigens die böse Drillingsschwester der weichen klatschianischen Nudel des Zornes ist – schließlich operativ an der Einführung des Marketings in das Leben beteiligt war. Die alte Sau. Doch Marketing ist schwer geworden, heutzutage. Wahrscheinlich weils scheissdreck is, aber es könnte auch einen tiefgründigeren Grund, wie zum Beispiel ‘Apfelstrudel’ haben.

Vorab verabschiede ich mich hiermit schonmal vom dieszweiwöchentlichen HalloWien-Nachträglich-Spezial, daß hoffentlich für Sie, geehrte potentielle Kunden, genauso grauenhaft und blödbefugt war, wie für mich. Ich verbleibe in endlicher Hochachtung vor dem Geist der Revolution, der Lust am Leichtsinn und der Befriedigung niederer Bedürfnisse, erledige das Bier in einem Augenaufschlag, veranlasse das Kapitol zu verkapitulieren und besinge katzenhaft den Untergang der westlichen Zivilisation, während ich mich dabei über die Diskrepanz zu meinen eigenen Ansichten amüsiere und schließlich einen Salat fritiere, damit ich nicht friere.

In diesem Sinne: mein Bier ist leer.

Rieger ist tot, Rieger ist tot
Er war ein Schwein, ein Idiot
Sein Hirn war voll von Taubenkot
Und nun – haha – ist Rieger tot
Millionen Menschen können lachen
Ganz unbeschwert viel Party machen
Sich freun, sich lieben, laßt es krachen!
Die Dreckssau starb, drum laßt uns lachen!
Rieger ist tot, Rieger ist tot
Wir pissen auf sein Grab, ganz ohne Not
Der Spaß ist unser einziges Gebot
Denn – ist es schön – der Sack ist tot!
Jeder lächelt, was er kann
Denn schöner ists nur selten, man!
Auch wenn ichs mir gut vorstelln kann:
Morgen wär der Christian dran!
Doch erstmal ist der Rieger tot
Er war ein Arsch von altem Schrot
Ein Pisser, Wichser und Idiot
Und lange vorher schon hirntot.

Willkommen meine Damen und Herren, Werwölfe und Hungerleider zur zweiten Ausgabe von ‘Auf ein Bier(& viele Kippen)mit The Ohrt, NewWorld’sEves Antwort auf das Wort zum Sonntag, aber zum Montag und ohne religiöse Bevormundung.

Die letzte Woche war erfüllt von allgemeiner Diskussion über den Grad der Unsinnigkeit, die der Nobelpreisverleihung an Barack Obama innewohnt, besonders weil er nicht für seine – für amerikanische Verhältnisse poetischen – Wahlversprechenreden den Literatur- sondern stattdessen als Führer der mächtigsten Nation der Welt, der Nation mit den meisten Soldaten in den verschiedensten Ländern der Erde, den Friedensnobelpreis erhielt. Man kam schließlich darin überein, daß Barack Obama halt Jesus ist und wir ihn dementsprechend anbeten sollten – freilich nachdem wir ihn an irgendeine witzige moderne Holzkunstruktion mit Symbolcharakter genagelt haben und in der Folge von amerikanischen Nuklearwaffen als Gottesmörder ausgelöscht werden. Grammtikalisch war dieser Satz zwar eher den behinderten zuzurechnen, doch sein Inhalt steht. Danke.
(besagter Satz betrifft tiefersinnigerweise übrigens die Zukunft, in der die Amerikaner endlich ihr Seelenheil mit der Vernichtung der Ungläubigen und Sünder vervollständigen)

Die nächste Woche wird kein derartig aufwühlendes Thema finden, denn das Böse wird die Niedertracht dann endgültig nach Vertragsabschluss ehelichen und beginnen aus der erbärmlichen weil faulen und stinkenden Hartz-Vier-Empfängerschicht Kreuzungen mit der DNA von Atlantern zuzüchten, die dem allmächtigen und großen Cthulhu endlich die Ehre erweisen werden, die ihm von den Merkeln und Westerwellen dieser Republik zugesprochen wird. Heil Dir Cthuhu! (dem folgt endlich die Bombardierung Berlins durch thermonukleare Waffen, wegen s.o.)

Da wir das ja nach meiner Aufforderung die vergangenen zwei Wochen (siehe ersten Text) mit Nachdenken verbracht haben und darüber Köpfe zerbrochen, Schlaflosigkeit erlitten und wunde Geschlechtsorgane verursacht haben, lassen wir diese Tätigkeit die nächsten zwei (oder so) Wochen bis zum nächsten Mal an gleicher Stelle aus und beschäftigen uns stattdessen wie brave kleine Krabbentierchen aus der Nordsee mit nass machen lassen (von oben, von GOTT! [setzen Sie je nach religiöser Fasson statt GOTT ALLAH, JAHWE | JEHOVA, IZANAGI und IZANAMI, WALT DISNEY oder LANCE HENRICKSON | SATAN ein]) und gebrochen und verspeist werden (vom Kapitalismus). Kommen wir also unseren Rechten und Pflichten nach, damit uns nicht schon wieder was passiert. Wie damals. Innem Krieg von damals. KRIEG! [setzen Sie je nach religiöser Fasson statt KRIEG GOTT, ALLAH, JAHWE | JEHOVA, IZANAGI und IZANAMI, WALT DISNEY oder LANCE HENRICKSON | SATAN ein])

Was mache ich bloß? Das Bier, trotz seiner geringen Fülle von 330 ml, ist erst halb leer [wir erkennen anhand des eindeutigen Beispiels, daß ein Bier nie halb voll, sondern immer halb leer ist, weil es immer ein negativer Tatbestand ist, wenn von dem Bier etwas getrunken ist, was man dementsprechend nicht mehr trinken kann und dem man in melancholischer Wehmut nachtrauert, weil man die bereits getrunkene Menge gerne nocheinmal trinken können möchte. QED] und ich eigentlich überhaupt keine Ideen mehr habe, worüber ich noch schreiben soll. Man könnte schneller trinken, das wirke dann gehetzt, mann könnte langsamer tippen, das wäre dann gesetzt, man könnte auch was reimen, das wäre großer Mist, weil sich der letzte Leser, dann eh ganz schnell verpisst.

So oder so mache ich weiter, meine Verantwortung als nunmehr Serienschreiberling Ernst nehmend und dererlei Bezug nehmend wiedereinmal auf den vorhergegangenen Text Euch mit dieser völligen Unsinnigkeit in Absatzform eventuell kräftig verwirrend.

Doch HALT! Halten Wir einen Moment inne und erinnern Wir uns an die schönen Dinge im Leben, die Sonnenstrahlen nach dem Platzregen, der Feierabend nach der Tortur des Arbeitstages, das Lächeln der hübschen Frau mit dem Furunkel auf der Stirn, dem optimistischen Ständer am Morgen und das Butterbrot mit Käse zum zweiten Frühstück. Preisen Wir die Dummheit der Mitmenschen, die uns soviele Tränen in den Augen vom vielen Lachen bescheren und geloben Wir gemeinsam der Besserung des menschlichen Wesens entgegenzuwirken, damit uns die Möglichkeit für ein paar billige, doch befreiende, Lacher auf Kosten der Anderen erhalten bleiben und Wir weiterhin mit sarkastischer Freude dem Kontakt mit anderen Homo Sapiens Sapiens entgegenschauen können. HACH! Lassen Wir uns treiben in den Ausfluss transmedialer Verdummungsmaschinerien und Kreativitätstrainingscentern, die unsere geistigen Abfälle für alle Ewigkeiten mit dem was Wir heute Kunst zu nennen pflegen konservieren, sodaß kommende Generationen lernen können, wie wenig Sinn es macht, eine bessere Welt anzustreben, wenn die eigene Genetik derart verhunzt ist. Mensch ahoi, meine letzte Kippe.

Verlassen Wir nun also wieder die Sphäre der Manique und traben dem Bette entgegen, jenem Orte der Entspannung und der Ruhe, der uns gänzlich lösen wird, von den Sorgen und Bedauerlichkeiten unseres lächerlichen Alltages; träumen Wir den Traum der Träume, den Schlafmachers seine Freud’.

In diesem Sinne: bis zum nächsten Mal, mein Bier ist leer.

Eine bekannte Melodie, schneller gespielt als gewöhnlich zwar, doch so eindeutig als bekannte Melodei zu erkennen, wie es einem Klassik-Banausen wie mir möglich ist (einem überzeugten, um genau zu sein).
Fingerspitzengefühl in wahnwitziger Geschwindigkeit, wäre es nicht so unbestreitbar langatmig einem Keyboarder/Pianisten/’Drückwerkmusikanten’ bei der Tätigkeit des Musikschaffens zuzusehen – ich wäre gewillt es zu versuchen. Ein meisterhaftes Crescendo (vielleicht auch ein Pisscento) erklingt und reißt mich aus dem Rausch der Geschwindigkeit hinein in eine sphärisch-ungewöhnliche Phase, deren Wirkungsgrad weit über dem üblichen Dingsdas zu liegen scheint und die mich in die Vorstellung einer mit Tasten gespielten E-Gitarre reißt, bevor der Applaus erklingt und die Akustikgitarre und der stimmlos erscheinende Gesang Funny van Dannens übernimmt den Schädel befüllt von nun irrelevanten Noten, die sich vor geistigem Auge in Akkorde zu verwandeln scheinen. Nicht übergangslos übernehmen Joint Venture – leiernd aber sympatisch, gekonnt und treibend, rhytmisch und melodiös – es übernimmt die Kontrolle meines Fußes; aufstapfenderweise verzichtet er auf übermäßig ausgefeilte Kritik und genießt die Musik wie sie ist; schön, langweilig eigentlich – künstlerisch betrachtet -, leicht angeraucht erscheinend. Aber das ist Interpretationsfrage, nicht diskussionsfähig.
Die anderen wabern ihrer entmenschlichten Wogenwegführung entgegen und schlichten Gemüter purer Gemütlichkeit; wie auch immer.
Ab unter die Dusche.

Eigentlich verhältnismäßig sinnlos JETZT noch eine Fortsetzung zum ersten Beitrag zu leisten – deshlab lassen wir das auch einfach und erzählen stattdessen etwas über kleine Knuddelbärchen.

NEIN, nicht wie dieses komische Eisbärendings aus dem Berliner Zoo.

Ach scheiss drauf, dieser Beitrag existiert schlicht, weil der erste mein neuer ‘Klick’-Spitzenreiter ist und ich mich in der Sonne des Erfolgs zu baden pflege.

Lest was anderes, als meinen Beitrag zur Wahl, hier, es gibt fast ausschließlich bessere (wenn auch noch sinnlosere) Texte hier auf NewWorld’sEve.

Und doch! Kurzer Schwenk zum Thema:
wer die Grünen gewählt hat, isst auch kleine Kinder aus sozial schwachen Familien. Blöp.

Herzlich willkommen, meine Damen, meine Herren, liebe Bayern, zum ersten (und höchstwahrscheinlich letzten, aber vielleicht auch nicht) Mal zu „Auf ein Bier (& viele Kippen) mit theohrt“, welcher wohl ich bin und in Ermangelung anderer Diskussionspartner hier die Show alleine schmeisst (die grammatikalische Diskrepanz von erster und dritter Person im vorhergehenden Satz ist gewollt, findet Euch damit ab).

Es geht mal wieder ein Sonntag zuende, und weil niemand mit gesundem Urteilsvermögen noch das „Wort zum Sonntag“ schaut, sondern lieber Pornografie mit Posex, hier sozusagen mein „Wort zum Montag“, mein neues „Philosophier mit Bier“ oder schlicht mein Kampf gegen das Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom, das Schreiberlinger in der sogenannten Blogosphäre so umtreibt, ein weiteres Bollwerk gegen den Journalismus, die Literatur und allgemein dem „guten Geist“ und per sofort auch gegen die „“…
Eine neue Arbeitswoche steht also ins Haus, da lohnt es sich nochmal über das geleistete, gedachte und verpasste der letzten nachzudenken, ohne eindeutige Schlüsse zu verbleiben und schließlich grübelnd keinen Schlaf zu finden, damit alles so bleibt wie es ist. Mein Kaffee ist alle, danke. Wem sowas interessiert: letzte Woche ging es um Koalitionsgespräche des Bösen mit der Niedertracht, dem Sarrazin sein Wackelpeterhirn und der bevorstehenden neuen Blütezeit der Satire; dem Kampf gegen die Krise, dem Kampf gegen den Reichtum der dritten Welt und den Möglichkeiten zur Wiedereinführung der Atomkraft (aber das war ja alles schon vorher so und doch hat es wiedermal niemand gewusst). Bullschitt also, aufrichtiges Desinteresse meinerseits, danke, wo ist die nächste Zigarette?
Was mich in meinem süperiösitären Geist jedoch umtreibt ist die Neugestaltung der Welt und der Menschheit an sich, die Rettung der Erde und der Kampf gegen die Lügen, Betrügereien und Blartz der Reichen und Mächtigen, die uns an jedem neuen Tag aufs Neue missbrauchen für ihre düsteren Machenschaften, die (wie immer) wahrscheinlich etwas mit der Wiederbelebung von Cthulhu (oder Christus, Mohammed und Dhalai Dingsbums) oder die Möglichkeit zur Verwüstung unserer letzten Hoffnungen auf ein wertes Leben beziehungsweise, das was wir darunter verstehen und natürlich: Fürzen zu tun haben (und sowas sollte man nicht unterschätzen).
Im Allgemeinen gilt jedoch: wir sind selbst Schuld.
Wir sind Schuld daran, daß Politiker unsere Freiheiten beschneiden und das auch noch vom Wähler belohnt wird, wir sind Schuld, daß die Erde von unserer Industrie zugrunde gerichtet wird, und wir sind auch Schuld, daß ein Erdbeben und/oder Tsunami, Sturm oder wasauchimmer (was böses jedenfalls) Samoa oder Surinam oder diese andere große Insel (oder Küstengegend) mit S verwüstet hat – weil wir es so wollten. Faulheit, Feigheit, Selbstzufriedenheit und Arroganz – das sind die Gründe, warum alles den Bach runtergeht und die Katastrophen, die dann in den Nachrichten landen sind nur die Symptome des Virus Mensch, dessen Teil wir alle sind. Amen.
Können wir was tun? Oh ja, na klar: ändert was. Das muss ja nichts großes sein: lest mal einen Tag NICHT was Poltically Incorrect so ausscheidet aus Seinem gigantischen After voller durch Pro-Amerika-Pro-Israel-verschleiertem Nazischeiss, kauft nie wieder die BILD, boykottiert die Produkte eines Großkonzerns (irgendeines Großkonzerns, nur seid mehrere dabei), trinkt weniger Alkohol und raucht Zigaretten, wo ihr es nicht dürft: all das hilft, glaubt mir und wenn nicht (also wenn ihrs nicht glaubt): beweist mir das Gegenteil. Zündet Porsches und Audis und Mercedesse und meinetwegen auch BMWs an, bekennt Euch aber nicht zur Tat (sonst ihr Hohlbratzen seid) und lasst die MoPo darüber spekulieren, was das alles zu bedeuten hat. Schmeisst ausnahmsweise mal nicht die Scheiben von McDo oder ner Bullenwache ein, sondern brennt die Hamburger Ausländerbehörde nieder oder die Redaktion des Spiegels. Oder fangt an, miteinander umzugehen, gewissenhaft und ungezwungen als sei Euer Gegenüber kein Fremder sondern ein entfernter Bekannter, den man zwar Siezt aber gerne sieht, egal wie beschissen seine Aussprache ist (und ob er Lederhose und Jägershütchen trägt – ja, selbst Bayern können Bekannte sein). Hört auf, Eurem freundlichen Umgang miteinander bestimmtes Verhalten (zB lt. Knigge) vorauszusetzen, oder Eurer Kommunikation miteinander sprachliche Regeln abzuverlangen (ja, isn Kernthema meinerseits) und – verdammte Scheisse nochmal – hört gefälligst auf Euch und Eure Gedanken so wahnsinnig Ernst zu nehmen – tendenziell isses doch eh alles Blödsinn. Wie das was ich von mir gebe, deshalb tu ichs ja auf WordPress und nicht vor Publikum.
Übrigens: das Wetter könnt ihr trotzdem nicht ändern, tut mir leid.
Macht den Fernseher aus und Euer Hirn einmal mehr an, als Normalerweise, hört auf Arme, Ausländer und Assoziale als Abschaum zu bezeichnen (wie es in Wald hinein schallt…) und tut wenigstens mal so, als ob es etwas wichtigeres als Geld, Besitz und Rechthaben gäbe… und werdet trotzdem keine Hippies, denn die stinken, sehn kacke aus und denken Mülldeponien auf Amrum.

Ich könnte mir auch vorstellen, über anderes nachzudenken:
Zum Beipiel: müssen wir den Dhalei Lhama (oder wie der geschrieben wird) gut finden, weil er debil grinst, schlauerscheinende asiatische Allgemeinplätze von sich gibt und Kalif sein will anstelle der Kalifen?
Müssen wir uns wirklich bei der GEZ anmelden, obwohl die (und deren Geldabnehmer) noch nie etwas sinniges für uns geleistet haben?
Müssen wir uns damit abfinden, daß der Lissabonner Vertrag durch ist, obwohl wir niemals selbst darüber entscheiden durften – uns schließlich aber daran halten müssen?
Müssen wir uns an Gesetze halten, die zwar von unseren gewählten Volksvertretern verabschiedet, deren Nutzen uns aber nie erklärt wurde?
Müssen wir wirklich wissen, wie es um Brangelina steht?
Müssen wir uns schuldig fühlen, weil wir wiedermal lieber einen Film über Bittorrent runtergelanden haben, anstatt wie velangt, dafür in irgendeiner Form Geld abzudrücken?
Was war zuerst, der Hahn oder die Kötel?

In diesem Sinne:
mein Bier ist leer.

Wenn ich rausfinde, wies geht (ist wahrscheinlich einfach, nur bin ich faul), gibt es hierzu auch eine Umfrage… es geht um die schönsten (deutschsprachigen) Schimpfworte des Jahres 2009, ich habe dieses Jahr mit zahllosen experimentiert und es scheint genug Auswahl zu geben. Hier die Short-oder Longlist der schönsten Schipfworte des Jahres:

PISSNELKE:
ein Klassiker des abstrusen, zusammengesetzten Schimpfwortes, erstmalige Verwendung in der Mitte der 90er Jahre, damals allerdings noch nicht salonfähig. Der Widerspruch zwischen den beiden Teilen erzeugt das Bild einer beurinierten Blume, deren Zweck im beuriniertwerden besteht. Klarer Favorit meinerseits, jedoch nicht überall öffentlichkeitsfähig.

SCHEISSKOPF:
ein fäkalisch-juveniler Allrounder, auch in der Öffentlichkeit selten beanstandet, mit eindeutiger Bedeutung und zahlreichen Anwendungs- Variations- und Kombinierungsmöglichkeiten. zum Beispiel:
bekloppter Scheisskopf, scheiss Pisskopf, Kopfscheisser, bepisster Scheisskopf, Scheisskopf in Buttersauce, Beschissener Blödkopf, Dünnschissschädel.

DUMPFNASE:
gesellschaftlich unproblematischer, deshalb leicht langweilger Bedeutungskollege von Scheisskopf. Auch für den Umgang mit Kindern geeignet. Macht diese Liste nur dank des Charmes, die einem derartig unproblematischen Schimpfwort nuneinmal innewohnt. Allerdings höchstens Geheimfavorit.

TANGENTENSCHEISSER:
für anspruchsvolle Diskussionen geeignet.

DU BANKENRETTUNGSBEFÜRWORTER:
eher ein Außenseiter, ob des aktuellen Bezugs, der in einigen Jahren wahrscheinlich nicht mehr zündet. Könnte allerdings ein Klassiker dieser unserer Zeit werden, beziehungsweise ein schimpfwörtliches Symbol für das Ende der Nullerjahre.

ASTRONUTTE:
seiner Zeit voraus, da der Film erst kommt. Gut geeignet um begabte Schlampen, hirnlose AntisexistInnen und anspruchslose Aufreisser zu bedenken. Eher selten verwendet, aber dennoch schön.

FRÜHSTÜCKSMUSSOLINI:
Variation eines klassichen Haddocks für die anspruchsvolle Unterhaltung nach vier Uhr und ohne Beleidigungsabsicht (am besten mit Grinsen vorzutragen).

BLÖDSACK:
Universal, frontal, Chancen: marginal.

Von der Auswahlliste:
Peniskopf
FDP-Wähler
Ökospiesser
Krisengewinnler
Flötenkasper
Krampfpisser
Floristenpack

Stimmt in den Kommentaren oder bei einer etwaigen Umfrage für Euren Favoriten!

Was ist das schönste Schimpfwort 2009?
(polls)

Es ist gar nicht morgens, doch fühlt es sich für mich so an.
Ich trinke meinen zweiten Kaffe, rauche meine vierte Zigarette (Pall Mall Classic, OCB Blau, Filtertip aus einer alten „Boston“-Packung) und verdaue die zwei verspeisten Öko-Roggenvollkornbrote (Biosiegel) mit Nusskati, die obwohl stark verbrannt (vergessen, die Ofenklappe zur Gasflamme zu schließen [echt müde heut]) ein vorzügliches Aroma bereitstellten. Es ist eindeutig Herbst, ich kann, wenn ich möchte 28 Teller, fünf Töpfe, 121 Besteckstücke und 12 Kaffebecher abwaschen, entschließe mich jedoch stattdessen, Itunes (gesamte Bibliothek, Zufällige Wiedergabe, Play) zu hören, meine vierte Zigarette zurauchen, meinen zweiten Kaffe zutrinken und einen Beitrag für NewWorld’sEve zu verfassen. Der letzte war ja nun echt scheisse, uninsiriert und unabgeschlossen und zur Wahl wollte ich dann doch nichts mehr sagen. Schwarz-Gelb, Biene-Maja-Koalition, konservativ-neoliberales Bündnis, Worst-Case-Szenario, Westerwelle als möglicher Außenminister, igitt, wieder dieses unfähige Merkeldings als Kanzler, zum Glück nicht Steinmeier, aber. Alles scheisse, war vorher klar.
Bei der Arbeit alles in Ordnung, aber mit der immernoch nicht auskurierten Erkältung und den patientenartigen Kunden der letzten Tage war es manchmal dann doch eher unangemessen mit guter Laune zu agieren, sorry, Chef, es geht halt nicht immer. Und außerdem. Egal. Ich hab ein dreitägiges Wochenende ab jetzt und grübele schon seit geraumer Zeit, ob ich irgendwas großartiges tu soll, doch leider spielten Ensiferum ausgerechnet gestern (ich hasse es, wenn sehenswerte Bands in derartigen Zeiten gestern spielen) und mein Überblick über die Veranstaltungen der nächsten Tage sah eher mau aus, im Hafenklang(Exil) und überhaupt dessen näherer Umgebung ist eher so Soul angesagt, also langweilen und chillen, dafür gibt man kein Geld aus, das macht man zuhause. Ska- oder Folkpunk wäre nett… Naja, man kann nicht alles haben.
Slayer drück ich weiter, keinen Bock auf traditionellen Kram, nenene, gibt es eigentlich mal ein Sodom-Konzert (ohne fünfzehn andere Bands) in Hamburg? Da hätt ich Bock drauf…
Anyway… für all jene, die es interessiert: ich arbeite(te) an einem neuen, eher „literarischen (gesprochen lidderorischn)“ Projekt namens „Hanniball & Bonsen“, dessen erste Story grad in Arbeit ist. Deshalb bleiben Updates Mangelware, auch weil sie ja sonst nix wert sind – merkt Euch das Spiegel Online!
Und: es ist endlich Herbst. Herrrbst. Yes. Gehen wir davon aus, daß der Sommer ein schöner war (was in der Tat eine naheliegende Annahme darstellt), können wir eventuell vermuten, daß der Herrbst ebenso wunderbar wird, wenngleich wir vielleicht ein wenig vorsichtiger mit derarigen Vermutungen sein sollten. Ich jedenfalls freue mich auf den Herbst. Jawohl. Das liegt zum einen am vielen Regen, den schönen, seltenen Sonnentagen und der allgemeinen Befärbung der äußeren Umgebung, eine Notwendigkeit des Herbstes, die ich schon immer sehr zu schätzen wusste. Kanalisieren wir also unsere Energie gen Stubenhocken, abhängen und in-kleinen-Küchen-überfüllterweise-umherstehen (also gemäß dem Fall gewisse vorakademische Elemente laden einen wiedereinmal zu Sehen-und-gesehen-werden-Privatevents ein, von deren Argumenten [freier Alk, junge Frauen, dummes Geschwätz, unsinnige Diskussionen mit Pseudo-alternativem Pack, kotzen in Schuhe] man sich sicher MAL überzeugen läßt, wenn es Zeit, Geld (Fahrkarte, sind ja nie in ordentlichen Gegenden) und Stimmung (Abend is eh scheisse, können wir ja auch Dummbratzen glotzen auf Studiparties gehen) zulassen. Vielleicht. Sist jedenfalls Herbst und ich bin bereit. Klare Verhältnisse scheinen geschaffen zu sein und die Melancholie beschränkt sich auf Allgemeinplätze und Notwendigkeiten, kranken jedoch an mangelndem Interesse respektive Hingebung.

Majestätische Mutmaßungen misslungender Meerreisen

Mercredi je ne peut travail, mais j’arrive dans le place du travail et ne parti avant septpoitcinque heur du travail – so schlecht ist mein Französisch. Aber dennoch verwende ich gerne einzelne Vokabeln des frankosprachlichen Kulturkreises zwecks Optimierung des eigenen Wortschatzes: gibt es eine passendere Art „nach Dir“ zu sagen als „Aprés (oder è) vous“? – das ist schwer vorstellbar und „merci“ und „bonjour (gern auch in deutsch-satirischer ‘bong-juhr’-Form)“ empfand ich schon immer als gelungene Tonierungen für die damit verbundenen septiererischen Aktivitäten. So wie „de nada“ oder „Cervezas! Por Favor! (ernsthaft: keine Ahnung, wie die Kacke geschrieben wird)!!“ ausm Hispanischem in der Respektive oder „Slantje“, „Dos vedanja“, „Skoll!“ und „Kieppies“ (allg.:s.letzte ())… Das europäische Sprachlandschaftendings bietet doch genügend Abwechslung für alle, die den Anglizismen und Lateinikackan überdrüssig geworden sind. Deshalb.
Sollten wir die Schätze der Abwechslung nicht nutzen? Dafür brauch man noch nichma Abitur, es reichen DVDs mit verschiedenen Tonspuren, um inspiriert zu sein – tu es! Da dieser Text mal wieder in komplette Experimentiererrei verfallen ist, wird er hiermit beendet. Tschüss, Blödkopf!