ACHTUNG: der nachfolgende Beitrag könnte satirische Züge tragen. Er ist dementsprechend ungeeignet für Personen mit schwacher Ironie-, Sarkasmus- und Zynismuswahrnehmung und im allgemeinen auch gegen Hunde gerichtet. Besonders kleine Hunde, große sind ganz okay (besonders jene mit den blutunterlaufenen Augen, den fletschenden Zähnen und dem ständigen, öffentlichen Knurren – wir brauchen mehr solcher Hunde [und Kampfkatzen. Ninja-Kampfkatzen] ! )

Und wir brauchen ein neues Gesetz. Eines gegen das Ausüben jeglicher Religion. Vielleicht sogar auch Fußball, Autos und Schuhe (also müssen verboten werden jetzt [beziehungsweise gleich bald oder dann und wann - je nach Fasson]). Wir haben das mit der Religion jetzt so um die 3500 Jahre oder so (wann gründeten sich die Juden?) probiert und man muss einfach sagen: tut mir leid, scheißidee, sorry, wir hören jetzt auf. Und dann treffen sich alle Mitglieder aller Religionen in der Sahara (da is genug Platz) verbrennen sich gegenseitig ihre religiösen Bücher und Reliquien, trinken zusammen Kaktusschnaps aus Karnevalshüten und die die immer noch Stress wollen, bringen sich wenn die andern gegangen sind einfach gegenseitig um. Dann bauen wir große Solaranlagen auf den Körpern der Verstorbenen, versorgen damit die ganze Welt mit Strom und warten auf die Aliens, die es auch schaffen werden, daß wir den Rassismus noch aufgeben („Grünhäute! Da hinten! Packt Sie und opfert sie unserem … ähh … GEIST!“ oder so).

Dann, in dieser Zeit der erreichten Eintracht aller Erdenbewohner werden wir endlich auch verstanden haben, daß man Kaffe nicht mit Milchshakes zu kreuzen hat und das es für uns alle besser ist, wenn wir ein wenig mehr darauf scheissen, was gesund für uns ist und bisschen mehr darauf achten, was wir eigentlich wollen.

Danke.

Herzlich Willkommen gelehrte Konsumenten, ungelernte Hilfsarbeiter und willenlose Sklaven zur in diesem Moment aktuellen Ausgabe unseres Leitmotifs auf NewWorld’sEve, dem Steckenpferd des Ohrtes, die heimliche, schriftliche Leidenschaft seines Erschaffers und Einzigen Kontributörs oder wieauchimmerdadheißenmag: Auf ein Bier (die erste Kippe brennt bereits): Prost!

Ahh, Holsten Edel. Ohne Schädel. Denn nur eines; zu viel: Keines. Wir befinden uns derzeit mit dem Spaceship Hawkwind in der Umlaufbahn des Planeten Oberursel Dreißig, einem kleinen Planetoiden westlich des linken Armes des Skapanken Gürtels auf Sturzflug in den Untergang; hoffnungsvoll doch lebensmüde, neugierig (neophil) doch wertekonservativ; als gebildeter ‘kleiner Mann’ auf Weltreise durch die Abgründe asozialer Anziehungskräfte mit ANALysierender Logik antiseptischer Art. Blök.

Kein ökologisches Gewissen und kein antikapitalistischer Geist kann es mir austreiben, Fabrikationen der Automobilindustrie zu verehren, wie kein anderes Werk der Industrie – das Automobil, in seiner ganzen Pracht als Individualreisender ohne Einschränkungen außer der stückweisen Vernichtung der Welt als solchen, ist die brillianteste Erfindung aller Zeiten, so sinnlos und sinnvoll gleichzeitig, so übertrieben fortentwickelt und in kompliziertesten Formen perfektioniert, ist es das Einsame Meisterstück der Ingeniörskunst, die geilste Maschine, die jemals erfunden wurde, der beste Beweis von menschlicher Überlegenheit gegenüber – zum Beipiel – Walfischen.
Diese Woche wurde das stärkste Straßenfahrzeug aller Zeiten angekündigt – der DanSpeed Dynamite oder so ähnlich, ‘Dänisches Dings’ halt – und der neue Fünfer BMW vorgestellt – das wie immer beste Fahrzeug der oberen Mittelklasse, weil es der neue Fünfer BMW ist. Er kann selbstständig einparken, 5 Liter verbrauchen oder mit 5 Litern Hubraum geordert werden (oder zumindest als 550 mit Achtzylinderdoppelturbo – HACH! ACHTZYLINDERDOPPELTURBO – was ein wunderschönes Wort) und wie immer 5 Menschen schnell, gemütlich und sportlich auf jeder Straße der Welt von A nach B bewegen. Kostet viel, gibt viel zurück, wird sich spitzenmäßig fahren. Ich will ein Auto, verdammt.
Der Jaguar XJ12 Series III ist das beste Fahrzeug das jemals gebaut wurde – nur fürs Protokoll.

Wir gleiten ab in die angenehme Selbstbezogenheit der Melancholie und denken einmal kurz an Weihnachten und dabei ausnahmsweise mal kurz daran, daß die Leute die uns den Dreck verkaufen, den wir ungeliebten Menschen schenken, dort wo wir sie kaufen ARBEITEN nicht leben. Danke.

Ich bin Hamburger. Hamburg, das ist: für alle Uneingeweihten:, die schönste Stadt der Welt, der beste Ort zum leben und beseelt mit den tollsten Menschen aller Länder, eine einzigartige Schönheit mit garstigem Wetter, dem unbeherrschtesten Unterschichtshassern in allen Machtpositionen und der wohl weltweit dümmsten linken Szene; eine Perle des Lebensraumes.
Nun sind wir Hamburger seit 1871 fremdbeherrscht von irrsinnigen deutschen Vollpfosten und Möchtegernhitlerkarrieristi und langsam zeigt sich, daß genug genug ist:
WIR MÜSSEN HAMBURG BEFREIEN!
Die harte Faust der deutschen Unterdrückung läßt Uns Hamburger immermehr hinabfallen in die berlinesquen Münchenereien deutscher Unkultur, was dazu führt, daß wir – uns in vermeintlicher Konkurenz zu anderen deutschen Großstädten befindlich fühlend – die Hamburgische Kultur der Eigenständigkeit vernachlässigen. Wir brauchen Mehr Hamburg Weniger Deutschland. Wir brauchen einen anständigen Neuen Seperatismus!

Seperatismus Jetzt! Hamburg Frei von Fremdherrschaft! Weg mit den Parteien der Deutschen Unterdrücker!
Für ein lebenswertes Hamburg!

*keuch*, *schnauf* – sie äxseitment gott mie zrillt ai dohnt no wotto reit ähnniemoor

Achja, die Gentrifiddidingsbums oder wie das heißt. Für uns als Hamburger ist das natürlich ein großes Thema: man schwankt so zwischen ‘hoffentlich wird die Schanze weggegentrifididingsbumst’ und ‘Barmbek Bleibt Pöbelstadt ™ ‘, verflucht die hohen Mieten und lacht über all die Vollidioten, die im Namen der Autonomie letzte Horte des Hirnfaschismus betreiben und sich wundern, warum sie außer ein paar stinkenden Studenten ohne Lebenserfahrung keinerlei Befürworter haben. Unser Lösungsansatz hier bei NewWorld’sEve beschränkt sich erstmal auf ‘Bullen Raus aus St. Pauli’, ‘Davidwache Zum Edelpuff’ und ‘Abwarten und Bier trinken’ – in der Reihenfolge. Das Thema Schanze ist für mich gegessen, Planierraupen können da noch helfen und vollständige Neubebauung mit vaginaförmigen Prunkbauten und geometrischen, sprich: klötzchenförmigen, Wohnbunkern ohne architektonischen Charme – das so ungefähr fünfzig:fünfzig verteilen, immer schön abwechselnt, keine Straßen, nur Plätze; Fertig, ham ordentlichen Stadtteil. Und jeder oberste Stadtentwickler ab jetzt muss mindestens zwanzig Jahre Handelsmarine vorweisen können.

Mein Holsten hat jetzt höchtens noch Bier von Kurzen-Menge in sich, geht schnell son Holsten, und ich finde es ist genug anregendes verbreitet worden. Lest weniger Welt Kompakt, mehr Donald Duck und gehabt Euch wohl; kommt gut durch die Weihnachtszeit und laßt Euch keine schwachsinnigen Feste von der Verwandschaft aufschnacken. Geht mal wieder ins Kino. Raucht mehr Crack. Tötet mehr Würdenträger. Schlaft gut und träumt was Grausiges.

Mein Bier ist leer.

Moinmoin, hoywoy und salam alaikum, werte Männchen, Weibchen und Zwitterchen, Genossen und Volksbrüder, Vollpfosten und Maniker zur neuesten Ausgabe von A.e.B.(&vK.)m.tO., unserem Wort zum Montag, diesmal zum Frühstück mit ohne Bier und dafür Kaffee (1 1/2 Liter um genau zu sein), mit noch mehr Kippen, Flausen im Kopf und einer müdigkeitsinduzierten Tippschwäche, die sich eventuell niederschlägt, falls das Eine dem Anderen obsiegt. Salve!
Die Kippe brennt, der Kaffe dampft und im ‘Radio’ laufen ‘Die (allmächtigen, weil heiliigheiligheiligen) Kassierer mit ‘Kommste mit ins Stadion’, der Kopf hängt im Gestern und rekapituliert das was war, als die Woche fortlief in den Casus Präteritum mit rasender Geschwindigkeit, viel Arbeit und der allgemeinen Trauerbegeisterung um einen endlich mal aufregenden Selbstmord und im allgemeinen wird wie immer alles anders sein, wenn dieser Text erstmal vorbei ist. Nach Michael Jackson, Jürgen Rieger haben wir nun mit Enke den dritten Großen Toten des Jahres und können entspannt darauf hoffen, daß wir vonnunan vom Argen Schnitter mit wichtigen, öffentlichkeitswirksamen Leichen verschont bleiben, weil ich keine doofen, weinenenden Weiber auf MoPo-Titelseiten mehr sehen kann – zum Glück habe ich wenigstens versäumt, die ganzen ekelhaft-heuchlerischen Texte zu studieren, die sich die emotionsunfähige ‘Journalisten’brut in der letzten Woche aus den Fingern gesogen hat und mich auf angenehmere Tätigkeiten wie Penisjogging und Kakophnieeurythmie beschränkt, die anderen berichtensunwerten Nachrichten gebannt verfolgt und meine geistige Kapazität mit Guiness und Mexikaner reduziert – was einen gar herrlichen Abend in eine vom Englischmann(&-frau) als ‘hilarious’ titulierte Nacht gedingste und einen witzigen zehnstundentag im Anschluss zu einem Erlebnis bar jedem Flokati machte und überhaupt……….und überhaupt.

Das Unser Aller Fröhlicher Glaubenskrieg im sozialen Bereich angekommen ist, verrät uns Telepolis und ließ mich am Montag, Dienstag oder so mutmaßen, ob ich das als Aufhänger für die dieszweiwöchentliche Ausgabe ebendieses Beitrages nutzen sollten könnte, aber ermüdet wie ich nun diesbezüglich bin, davon absehen und Euch, meine werten LeserInnnen, hiermit auffordern, sich Den Verlinkten Inhalt zu Gemüte zu führen, insbesondere, wenn Ihr gedenken solltet, dies Weihnachten das schlechte Gewissen mit einer Spende an die sogenannte Arche zu beruhigen. An dieser Stelle sei erstmal der Satzbau des gesamten heutigen Textes angeprangert, weil sie doof, falsch und kompliziert ist, doch Dada und damit Neu! wichtig und grün, was ihre Berechtigung tröt.
Die Sonne scheint, es ist schön und Herbst gleichzeitig, die Kinder johlen in den Straßen, die Eltern saufen heiße Orangensaftvodkamischungen aus Thermoskannen und dreh mir eine Zigerette, trinkn Schluck Kaffe, lausche dem Ska von Streetlight Manifesto und erfreue mich an meiner obsoleten Großhaftigkeit purer Genügsamkeit in Gemütlichkeit. Amen.

Das Böse und die Niedertracht sind kein Thema mehr, erst morgen, die Welt erscheint freundlich, unser kollektives Bewusstsein erinnert das Einreißen von Blöden Bauwerken ™ und die schleichende Gentrifizidididingsbums von Allem Wos Lebenswert is, bestärkt uns in unserem antikapitalistischem Hass auf diedaoben, was das schwelgem in ebenjenem mit zynischer Begeisterung vorantreibt, unser Blut in Wallung bringt und die lang verloren geglaubte Selbstgerechtigkeit zurückbringt, die man nur fastganzunten haben darf, weil alles andere der Feind ist und damit weggesprengt, verballhont und beblödet gehört – ein frommer Wunsch, dem Wir eventuell nachkommen werden, sobald das Wetter nochbesser geworden ist (Frühling), jetzt erstmal Winter, Kuscheln und mit eisigem Grinsen vorbereitent, den Krieg auf die Straßen zu bringen, MUAHAHAHAHAH!

Doch lasst uns einen Moment innehalten und den zahllosen Karstadts, Quelles und Opels gedenken, den Opfern weil zuschlecht der allgemeinen Krise, die uns erklärt wird um uns weiter in den Dreck zu treten, weil wir es sonst nicht akzeptieren würden, was wir aber tun, weil wir soviel Angst vor dem morgen, soviel Beschönigung des Gestern, soviel ochnöwarbesser des Heutes…dings. Neinneinnein, keine Aufregung, alles in Ordnung, bitte wenden, keine Geschwindigkeitsbegrenzung, einfach geradeaus dem Untergang entgegen, danke Emmerich. Ich rieche Menschenfleisch.

Warum nicht mal ne Torte?

Eigentlich ist doch egal was ich schreibe denn alles was ich zu schreiben habe sind allgemeine Bewertungen über das Leben das Universum und den ganzen Rest der nun eine Fortsetzung vom Colfer erfahren hat und fortan weitergesponnen wird als Geschichte die der Lebende schreibt nicht der Tote allerdings anders und doch gleich was so schön ist so kultiviert so unnachahmlich unbeschwert wie wir nur sein können wenn wir wissen wissen was uns umtreibt in diesem Meer aus Möglichkieten die wir nicht nutzen weil uns die Angst die Hoffnung nimmt das es auch anders geht odedr wir lieber die Führung suchen die Niemand brauchen würde würden wir nur einmal versuchen miteinander umzukommen ohne in Vorurteilen zu schwelgen ohne Neid das Unsrige einfordern wär eine Möglichkeit einfach wir sein ohne Konzept Religionen Stolz. Einfach sein. Hach Hippie Crap[HHC(tm)].

Es gibt immer was, was man lesen kann, immer was, was man schreiben kann, immer was, was man lassen sollte oder auch nicht. Damit ist eigentlich alles gesagt.

Oder wäre es, wäre da nicht dieses beißende Gefühl im Nacken; dieser Zweifel aus dem Off; dieses flaue Gefühl in der Magengegend; manchmal glaube ich daran das alles anders werden kann (Dritte Wahl, danke), es ist gleich zwei, was sich nicht in der Uhrzeit unter dem Titel des Beitrags niederschlagen wiord, da ich in einer anderen Zeitzone veröffentlich als ich existiere, was ich wirklich bemerkenswert finde; und irgendwie passend.
Doch genug der geistigen Hautirritation! Lasst uns in die nächsten zwei Wochen hinabschweben, bis es weitergeht. Das nächste Mal wird es einen Beitrag ‘post-M.A.Numminen-*Lesung*’geben und daruf freue ich mich schon.

Bis zum nächsten Mal, mein Kaffe ist leer (stimmt zwar nicht, aber im übertragenden Sinne).

Nach ausführlichem Studium meines Arbeitsplanes für diese und nächste Woche und der Tatsache, daß man derzeit geradezu verfolgt wird, von einseitigen, unpersönlichen, lahmen und uninspirierten Rückblicken auf das kommende Jubiläum des Mauerfalls, hat sich NewWorld’sEve Major Domus theOhrt entschlossen, Euch bereits heute einen kleinen, vielleicht längeren, aber gewissenhaft unrecherchierten Rückblick auf 20 Jahre deutsch-deutsche Geschichte zu liefern – mit Hauptaugenmerk auf die – bis dato letztwichtigste Station des politischen 9. Novembers, der schon immer (naja, zumindest seit der Entseperatisierung der deutschen Nationen), der wichtigste historische Tag für dieses Land war:

Neuneinviertel Jahre (knapp) war ich alt, als die Mauer fiel und wie man sich denken kann, war daher die politische Dimension für das kleine Ohrtilein beim besten Willen nicht greifbar. Es war einfach etwas, daß passierte, etwas ungewöhnliches, aufregendes und seltsames, da wahrscheinlich erst jetzt diese Frage gestellt wurde, die sich heutzutage mehr rechte und linke Geschichtsverdreher stellen, als intelligente Lebensformen: was ist denn eine DDR?
Natürlich bin ich mir, ob der nunmehr fast 20 Jahre die ins Land gegangen sind nicht sicher, aber ich glaube tatsächlich, daß der Mauerfall (oder vielleicht die Nachrichtenflut aus Berlin im Vorfeld) das erste Ereignis war, daß diese DDR überhaupt erst existent machte; vorher gabs vielleicht ein paar Sätze dazu, Top Secret! und „Die Da Drüben“, aber nicht wirklich die DDR, besonders nicht in einem unpolitischen Arbeiterhaushalt, der damals zwischenzeitlich Station in einem kleinen Dorf in der Nähe der A1 machte. Aber diese A1, beziehungsweise die Brücke über diese Fernstraße, war es die mir das Erlebnis „Fall der Mauer“ verständlich machte. Wir gingen damals jeden Tag nach der Schule und speziell am Wochenende auf die Brücke und zählten Trabbis. Wochen- nein, monatelang verstopften sie die Straße gen (wessi-)Ostsee, wir starrten sie oft stundenlang an und wunderten uns; denn verstehen konnten wir das alles damals natürlich noch nicht und für mich als aufmerksamen AutoBild-Leser, der ich damals war (mein Muddern arbeitete bei Buch+Presse und brachte jede Woche eine mit) war hauptsächlich faszinierend, soviele Autos zu sehen, die es damals bis dahin eigentlich gar nicht gab – und die, wie gesagt, auf einmal die Straße unter der Brücke verstopften, die man immer überqueren musste, um in unser Dorf zu gelangen.
Man mag es heute – zu Zeiten von „blöde Ossis“, „Besserwessis“ und Hansa Rostock – gar nicht mehr glauben, aber damals waren irgendwie alle glücklich über die Öffnung der Grenze; glücklich, aufgeregt und – ja, wirklich – offen. Man versuchte in der Folgezeit lang verschollene Verwandte wiederzufinden, suchte den Kontakt zu den jetzt überall auftauchenden „nicht-mehr-wirklich-Flüchtlingen“ und interessierte sich für das „andere Deutschland“, daß es bis dato nur als graue Fläche im Atlas gegeben hatte. Natürlich gab es auch kleinere Eifersüchteleien wegen der hundert Mark, die es für die Grenzüberschreitung von Osten aus gab, aber das war nicht wirklich dramatisch oder so. Es regierte einfach die Neugier und das sollte sich zumindest die restlichen meiner Grundschuljahre auch nicht mehr ändern; die neue Mitschülerin wurde als erstes gefragt, ob sie „von drüben“ komme, bei der Antwort „ne, aus Niedersachsen“ wurde kurz drüber nachgedacht, ob das das „alte Deutschland“ war (in Heimat-und Sachkunde war ich nie besonders gut); dann war man kurz enttäuscht (die ganze Klasse, so nach dem Motto: „och, wir wollen auch einen Ossi haben“), aber klein Ohrti verliebte sich trotzdem in die Neue, was sie zur ersten großen Liebe machte, an die ich mich erinnere – obwohl sie gar keine Ossi war…

Die erste Ernüchterung kam dann 1990, als die neuen Mitbürger, den von allen vernunftbegabten Lebewesen im jetzt entstandenen Westteil des Landes abgrundtief gehassten, Vollpfosten Helmut Kohl erneut zur Kanzlerschaft wählten, was wir, ehrlich, den Ossis ganz schön über nahmen, denn bereits damals hatte eigentlich jeder die Schnauze voll vom „Dicken“, aber nagut, man nahm es ihnen nicht wirklich krumm, schließlich wussten sie es ja damals nicht besser…
Endgültig enttäuschten die neuen Mitbürger dann 1992 mit den Angriffen von Rostock-Lichtenhagen, die – glaub ich jedenfalls – erstmals die eigentlich neutrale, Bezeichnung „Ossi“ als Beleidigung hoffähig machte – in der Zeit danach versteht sich. Denn, soviel Ehrlichkeit muss sein, die meisten Menschen (im Westen) saßen wohl damals, wie auch meine Eltern und die Eltern meiner Freunde, vor dem Fernseher und sagten vor ihren Kindern Dinge wie „kann man ja schon verstehen“, „die tun wenigstens was“ oder „die Asylanten sind ja selber Schuld“. Als zwöfjähriger Steppke glaubte man sowas natürlich ne Weile, bevor die Schule ausnahmsweise mal was sinniges tat und uns über diese schrecklichen Angriffe aufklärte. Nur fürs Protokoll: spätestens seit 1993 bin ich Antifaschist, mit 14 war ich auf meiner ersten Anti-Nazi-Demo – die Zeit nach der sogenannten Wende hat diejenigen, die in den 90ern großwurden entweder politisiert oder zu ihrer unpolitischen Meinung gebracht: wer sich mal richtig ekeln möchte, kann ja mal nachgoogeln, ob er die Aussagen von (CDU-)Politikern aus dieser Zeit (1992-1994) zu den Übergriffen gegen Asylbewerber findet; ich hab sie jetzt nicht extra gesucht, mir schauderts heute eh noch genug, wenn ich an diese Zeit denke.

Man kann jedenfalls behaupten, daß die Ereignisse ‘92-’94 schon ein wenig zu dem Unverständnis gegenüber den Ossis in unseren Breitengraden beigetragen haben. Das es (immer noch so genannt) „drüben“ national-befreite Zonen gibt, die NPD eine politische Rolle zu spieln scheint, und die Ostler scheinbar den Nazischeiss nicht schlimm zu finden scheinen, hat einige neue Vorurteile geschaffen, die eigentlich nicht sein müssten. Aber naja: Rationalität ist halt auch sone Sache, nicht wahr?

Zum Thema zurück: sicher war der Fall der Mauer eines der prägendsten Erlebnisse meiner Kindheit und trotz der Tatsache, daß die BRD mit dem Zukauf der DDR kein Stück demokratischer, anständiger oder erträglicher geworden ist, war es wichtig, richtig und irgendwie auch schön, daß es so gekommen ist. Es wäre sicher ein blöderes Leben, wären die Freunde, die in der DDR aufwuchsen, nicht hier, sondern noch drüben. Zum Glück ging die DDR unter.

NewWorld’sEve – der wordpresses predigtester Blog, beseelt von Besserwisserei und dem Stolz keine Zeit mit überflüssiger Studiererei verbracht zu haben – möchte sich hiermit – wiedereinmal oder auch nicht – an Sie wenden, verehrte Leserinnen, Durchkucker und verwirrte Perzufallherfinder, um Ihnen Hoffnung, Mut und eine Selbstgedrehte von faszinierender Geschmacksintensivität zu machen: Sie sind nicht allein.

Sollten Sie sich wundern, daß Sie diesen Beitrag, den vorigen oder nächsten, einen alten oder kommenden, mit wechselnden Gefühlen (zB. ;-) , ^_°, WTF?!!? oder lol) verkonsumiert haben und sich schämen, daß Ihnen die Begründung fehlt: warum, so lassen Sie sich sagen: es gibt andere, gute Menschen, wie Du und Ich, die diese erzürnenden oder erheiternden, zeitstehlenden oder beseelenden Texte fernab der Promiskuität (nein, ich weiß nicht, was das heißt, gehe aber davon aus, daß es nichts mit NWE zu tun hat) ebenso lesen, wie Sie selbst. Und falls Sie es bis dato noch nicht erkannten: dies ist ein Dank der Macher an die Besucher, weil es wirklich gut tut, zu sehen, daß jemand diesen Schmonsens liest: Danke. Also fürs lesen. (und danke wordpress, daß mans sehen kann inne Stoadisdik)

Wir wünschen Ihnen also weiterhin viel Freude beim Entdecken der Wahrheiten NewWorld’sEves und verbleiben

Mit indigener Grüßerei *knutsch*

NWEs theohrt (Maximo Liedersinger)

Meine verehrten Damen und Herren, entzückenden Mädchen und coolen Jungens, liebe Schneekönige,
herzlich willkommen ein tatsächlich faszinierend pünktliches drittes Mal zu Auf Ein Bier(&viele Kippen)Mit TheOhrt, wiedereinmal live vorm Bildschirm und lautstark auf der Tastatur rumhackend präsentiert Ihnen NewWorld’sEve – Hort des ewigen Widerstandes gegen Alles Was Stinkt – das zweiwöchentlich stattfindende bald schon ehrwürdige Wort zum Montag aus Perspektive des selbsternannten Globalromantikers und Universalsatiristi, welcher die Projektion meines Egos darstellt.

Aber genug von akademischem Sprachgewichse und hochtrabender Selbstüberschätzung hin zum Interessantem, Berührenden und wahllos ungezwungenen Herumdenken auf Dings. Also ab dorthin, wo es hiermit nunmal hingehen soll. Der Regen besprenkelt die herbstlichen Blätterkronen der Bäume, es ist aber dunkel, darum sehn wir nix und aus den Lautsprechern dringt irgendein wütender kleiner Mann der mit billigem Hardcorelärm als Begleitung versucht seiner negativen Gefühle bezüglich Allem und Jedem Herr zu werden – und ein halber Liter Astra, Kühlschrankkalt seit gestern und ausnahmsweise qualitativ rechtfertigbarer Tabak am Brutzeln neben einem auf dem überfüllten Aschenbecher liegend und damit summasummarum die komplette Grammatik des Satzes verspeisend, ausscheident und fröhlich an die Hauswand eines Samhaimunwilligenden schmeißend sich schließlich einem anderem Thema, ob des viel zu hohen kommerziellen Potentials, endgültig zuwendend. Und überhaupt.

Wir reichen uns lieber die Pfoten zum Tanze, bewegen uns rhythmisch gebannt zur Melodei des Lead-Musikanten und betreten glücklich lächelnd die Welt der Musik, die uns offen empfängt, wie gewollte Reisende hinfort vom Sinn, hin zur Leidenschaft des treiben lassens, des Einzigen, was uns – wenn auch nur für einige Momente – alles vergessen lassen kann. Genug der Esoterik. Doch, was nun? Der Politik haben wir abgeschworen, das Gefühl verkommerzialisiert, die Gerechtigkeit verscherbelt, die Freiheit dankend abgegeben, die Hoffnung längst bestattet, die Ziele angepasst, dem Zeitgeist unterordnend unser Leben ausgerichtet. Kritik ist das keine, nur Fakten; kalte, klare Fakten über uns, die Welt, die Wir schufen und das Sein, was wir erbauten aus den Grundfesten des Konsens, des kleinsten gemeinsamen Nenners, über den wir uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit beklagen, doch nichts sagen, wenn Sie fragen, noch brav nicken, gar nichts wagen. Frühstück war gestern, heute ist Premiere – und die gehört den Murdochs und heißt jetzt auch noch anders. Manchmal kocht es zwar noch hoch in uns, manchmal brennt es wieder und erreicht einen Siedepunkt, dem wir nicht entgehen können, dann beherrschen wir uns, beruhigen uns, verstecken uns, erklären uns mit Ausflüchten, die rein gar nichts mit dem Auslöser zu tun hatten. Das ist, was wir lernen mussten auf unseren Wegen…oder nicht? Hey, es gab zwei Wochen Pause verordnet, jetzt darf wieder gegrübelt werden. Heilig, Heilig Sei der Weg.

Schluß jetzt!
Aus!
Das kapiert doch keine Sau und lidderarüsch wertvöll is dat doch auch nich! Also Schluss damit, warum nichtmal Blümchen pflücken?!

Naja, es ist halt Herbst und – tja – da ist nicht so viel mit Blumen, weißt? Der Trend geht dann eher so Richtung Tannebäume, damit die Leute einen Grund haben zu lieben und so, nicht? Wieso nicht Feste drüber machen, wenn man verlernt hat, was das heißt, nicht wahr. Schenken ist Liebe und kurbelt auch noch die Binnenwirtschaft an und sichert Arbeitsplätze (besonders von Kassenpsychologen, die sich auf Einzelhandelspersonal spezialisieren); ach, Du schöne Weihnachtszeit, bald ist es schonwieder soweit, dann kaufen wir und streiten und verschenken Eitelkeiten -…-
Aber kein Bock, darauf jetzt schon zu sprechen zu kommen und drüber nachzudenken, wir werden uns eh nur Blödsinn schenken, uns danach den Kopf verrenken, wer bekam den größten Stiefel.
Mein Kopf ist leer, was mach ich bloß, denk immer nur an ihren Schoß, ihrm Wesen auch klar: ihrem Leib, ach hätt sie dafür heut schon Zeit. Ähem. Die letztgelesenen Verse sollten möglichst als Anbiederung an den Massengeschmack bezüglich Unterhaltungstexten verstanden werden und haben keinerlei Zusammenhang mit aktuellen Anlässen, die hier berichtenswert wären. Schade eigentlich (hier beliebigen zweideutigen Smiley einsetzen).
Das Bier ist schon dreiviertel um, es schmeckt schon leicht bitterer als zu Beginn dieser kleinen sprachlichen Exkursion in den spontanen Hirnwisch eines selbstironisch als verkanntes Genie auftretenden Dummschwätzers mit den Qualitäten eines übereifrigen Possenreißers seiner eigenen Definition; genug Selbstknuddelei, nun Sport.

Nachdem uns nun aufgrund eines spontan aufgetretenen Literaturistenwurmloches der Sportbeitrag abhanden gekommen ist, beschäftigen wir uns nun lieber mit so grundsätzlichen Fragen, wie: muss ich mir die Zähne putzen, nachdem ich in einen Baum gebissen habe, weil ich einen viel zu kleinen Hund beeindrucken wollte?
Die Antwort liefert uns unser Korrepondent aus Islamadad, Hauke Hodenscheisser der Dritte, ein ausgebildeter Journalistenkenner und Weltmeister im Jogurtessen über drei Bahnen: „Selbstverständlich.“ Danke Hauke, bleib wie Du bist, wir mögen Dich auch ohne beide Augen. Das Wetter bleibt so, wie es die letzten dreihundert Jahre an einigen Tagen bereits war und die Lottozahlen spielen keine Rolle, denn ich hab eh nichts gewonnen. Noch ne Kippe, wer dreht, haha, bin alleine, also aufi.

Ich finde, die Banken sollte alle Privatschulden erlassen, pleite gehen und unsere Welt damit vom Unrecht befreien, aber mich fragt ja keiner. Ich könnte behaupten, daß Geld, die Wurzel allen Übels darstellt, aber das wäre nicht wahr; wahr wäre, daß die Wurzel allen Übels in einem der zahllosen Katakomben des Vatikans aufbewahrt wird, wo sie ein angenehmes dasein fristet, ab und zu einen sich verirrenden Menistranten verspeist und im allgemeinen die Weltherrschaft an sich zu reißen versucht, jedoch stets gedanklich an der Stelle scheitert, wo es um das Marketing geht – und dies sollte man besonders deshalb als ungewöhnlich begreifen, weil die Wurzel Allen Übels – die im Übrigens die böse Drillingsschwester der weichen klatschianischen Nudel des Zornes ist – schließlich operativ an der Einführung des Marketings in das Leben beteiligt war. Die alte Sau. Doch Marketing ist schwer geworden, heutzutage. Wahrscheinlich weils scheissdreck is, aber es könnte auch einen tiefgründigeren Grund, wie zum Beispiel ‘Apfelstrudel’ haben.

Vorab verabschiede ich mich hiermit schonmal vom dieszweiwöchentlichen HalloWien-Nachträglich-Spezial, daß hoffentlich für Sie, geehrte potentielle Kunden, genauso grauenhaft und blödbefugt war, wie für mich. Ich verbleibe in endlicher Hochachtung vor dem Geist der Revolution, der Lust am Leichtsinn und der Befriedigung niederer Bedürfnisse, erledige das Bier in einem Augenaufschlag, veranlasse das Kapitol zu verkapitulieren und besinge katzenhaft den Untergang der westlichen Zivilisation, während ich mich dabei über die Diskrepanz zu meinen eigenen Ansichten amüsiere und schließlich einen Salat fritiere, damit ich nicht friere.

In diesem Sinne: mein Bier ist leer.

Rieger ist tot, Rieger ist tot
Er war ein Schwein, ein Idiot
Sein Hirn war voll von Taubenkot
Und nun – haha – ist Rieger tot
Millionen Menschen können lachen
Ganz unbeschwert viel Party machen
Sich freun, sich lieben, laßt es krachen!
Die Dreckssau starb, drum laßt uns lachen!
Rieger ist tot, Rieger ist tot
Wir pissen auf sein Grab, ganz ohne Not
Der Spaß ist unser einziges Gebot
Denn – ist es schön – der Sack ist tot!
Jeder lächelt, was er kann
Denn schöner ists nur selten, man!
Auch wenn ichs mir gut vorstelln kann:
Morgen wär der Christian dran!
Doch erstmal ist der Rieger tot
Er war ein Arsch von altem Schrot
Ein Pisser, Wichser und Idiot
Und lange vorher schon hirntot.

Willkommen meine Damen und Herren, Werwölfe und Hungerleider zur zweiten Ausgabe von ‘Auf ein Bier(& viele Kippen)mit The Ohrt, NewWorld’sEves Antwort auf das Wort zum Sonntag, aber zum Montag und ohne religiöse Bevormundung.

Die letzte Woche war erfüllt von allgemeiner Diskussion über den Grad der Unsinnigkeit, die der Nobelpreisverleihung an Barack Obama innewohnt, besonders weil er nicht für seine – für amerikanische Verhältnisse poetischen – Wahlversprechenreden den Literatur- sondern stattdessen als Führer der mächtigsten Nation der Welt, der Nation mit den meisten Soldaten in den verschiedensten Ländern der Erde, den Friedensnobelpreis erhielt. Man kam schließlich darin überein, daß Barack Obama halt Jesus ist und wir ihn dementsprechend anbeten sollten – freilich nachdem wir ihn an irgendeine witzige moderne Holzkunstruktion mit Symbolcharakter genagelt haben und in der Folge von amerikanischen Nuklearwaffen als Gottesmörder ausgelöscht werden. Grammtikalisch war dieser Satz zwar eher den behinderten zuzurechnen, doch sein Inhalt steht. Danke.
(besagter Satz betrifft tiefersinnigerweise übrigens die Zukunft, in der die Amerikaner endlich ihr Seelenheil mit der Vernichtung der Ungläubigen und Sünder vervollständigen)

Die nächste Woche wird kein derartig aufwühlendes Thema finden, denn das Böse wird die Niedertracht dann endgültig nach Vertragsabschluss ehelichen und beginnen aus der erbärmlichen weil faulen und stinkenden Hartz-Vier-Empfängerschicht Kreuzungen mit der DNA von Atlantern zuzüchten, die dem allmächtigen und großen Cthulhu endlich die Ehre erweisen werden, die ihm von den Merkeln und Westerwellen dieser Republik zugesprochen wird. Heil Dir Cthuhu! (dem folgt endlich die Bombardierung Berlins durch thermonukleare Waffen, wegen s.o.)

Da wir das ja nach meiner Aufforderung die vergangenen zwei Wochen (siehe ersten Text) mit Nachdenken verbracht haben und darüber Köpfe zerbrochen, Schlaflosigkeit erlitten und wunde Geschlechtsorgane verursacht haben, lassen wir diese Tätigkeit die nächsten zwei (oder so) Wochen bis zum nächsten Mal an gleicher Stelle aus und beschäftigen uns stattdessen wie brave kleine Krabbentierchen aus der Nordsee mit nass machen lassen (von oben, von GOTT! [setzen Sie je nach religiöser Fasson statt GOTT ALLAH, JAHWE | JEHOVA, IZANAGI und IZANAMI, WALT DISNEY oder LANCE HENRICKSON | SATAN ein]) und gebrochen und verspeist werden (vom Kapitalismus). Kommen wir also unseren Rechten und Pflichten nach, damit uns nicht schon wieder was passiert. Wie damals. Innem Krieg von damals. KRIEG! [setzen Sie je nach religiöser Fasson statt KRIEG GOTT, ALLAH, JAHWE | JEHOVA, IZANAGI und IZANAMI, WALT DISNEY oder LANCE HENRICKSON | SATAN ein])

Was mache ich bloß? Das Bier, trotz seiner geringen Fülle von 330 ml, ist erst halb leer [wir erkennen anhand des eindeutigen Beispiels, daß ein Bier nie halb voll, sondern immer halb leer ist, weil es immer ein negativer Tatbestand ist, wenn von dem Bier etwas getrunken ist, was man dementsprechend nicht mehr trinken kann und dem man in melancholischer Wehmut nachtrauert, weil man die bereits getrunkene Menge gerne nocheinmal trinken können möchte. QED] und ich eigentlich überhaupt keine Ideen mehr habe, worüber ich noch schreiben soll. Man könnte schneller trinken, das wirke dann gehetzt, mann könnte langsamer tippen, das wäre dann gesetzt, man könnte auch was reimen, das wäre großer Mist, weil sich der letzte Leser, dann eh ganz schnell verpisst.

So oder so mache ich weiter, meine Verantwortung als nunmehr Serienschreiberling Ernst nehmend und dererlei Bezug nehmend wiedereinmal auf den vorhergegangenen Text Euch mit dieser völligen Unsinnigkeit in Absatzform eventuell kräftig verwirrend.

Doch HALT! Halten Wir einen Moment inne und erinnern Wir uns an die schönen Dinge im Leben, die Sonnenstrahlen nach dem Platzregen, der Feierabend nach der Tortur des Arbeitstages, das Lächeln der hübschen Frau mit dem Furunkel auf der Stirn, dem optimistischen Ständer am Morgen und das Butterbrot mit Käse zum zweiten Frühstück. Preisen Wir die Dummheit der Mitmenschen, die uns soviele Tränen in den Augen vom vielen Lachen bescheren und geloben Wir gemeinsam der Besserung des menschlichen Wesens entgegenzuwirken, damit uns die Möglichkeit für ein paar billige, doch befreiende, Lacher auf Kosten der Anderen erhalten bleiben und Wir weiterhin mit sarkastischer Freude dem Kontakt mit anderen Homo Sapiens Sapiens entgegenschauen können. HACH! Lassen Wir uns treiben in den Ausfluss transmedialer Verdummungsmaschinerien und Kreativitätstrainingscentern, die unsere geistigen Abfälle für alle Ewigkeiten mit dem was Wir heute Kunst zu nennen pflegen konservieren, sodaß kommende Generationen lernen können, wie wenig Sinn es macht, eine bessere Welt anzustreben, wenn die eigene Genetik derart verhunzt ist. Mensch ahoi, meine letzte Kippe.

Verlassen Wir nun also wieder die Sphäre der Manique und traben dem Bette entgegen, jenem Orte der Entspannung und der Ruhe, der uns gänzlich lösen wird, von den Sorgen und Bedauerlichkeiten unseres lächerlichen Alltages; träumen Wir den Traum der Träume, den Schlafmachers seine Freud’.

In diesem Sinne: bis zum nächsten Mal, mein Bier ist leer.

Eine bekannte Melodie, schneller gespielt als gewöhnlich zwar, doch so eindeutig als bekannte Melodei zu erkennen, wie es einem Klassik-Banausen wie mir möglich ist (einem überzeugten, um genau zu sein).
Fingerspitzengefühl in wahnwitziger Geschwindigkeit, wäre es nicht so unbestreitbar langatmig einem Keyboarder/Pianisten/’Drückwerkmusikanten’ bei der Tätigkeit des Musikschaffens zuzusehen – ich wäre gewillt es zu versuchen. Ein meisterhaftes Crescendo (vielleicht auch ein Pisscento) erklingt und reißt mich aus dem Rausch der Geschwindigkeit hinein in eine sphärisch-ungewöhnliche Phase, deren Wirkungsgrad weit über dem üblichen Dingsdas zu liegen scheint und die mich in die Vorstellung einer mit Tasten gespielten E-Gitarre reißt, bevor der Applaus erklingt und die Akustikgitarre und der stimmlos erscheinende Gesang Funny van Dannens übernimmt den Schädel befüllt von nun irrelevanten Noten, die sich vor geistigem Auge in Akkorde zu verwandeln scheinen. Nicht übergangslos übernehmen Joint Venture – leiernd aber sympatisch, gekonnt und treibend, rhytmisch und melodiös – es übernimmt die Kontrolle meines Fußes; aufstapfenderweise verzichtet er auf übermäßig ausgefeilte Kritik und genießt die Musik wie sie ist; schön, langweilig eigentlich – künstlerisch betrachtet -, leicht angeraucht erscheinend. Aber das ist Interpretationsfrage, nicht diskussionsfähig.
Die anderen wabern ihrer entmenschlichten Wogenwegführung entgegen und schlichten Gemüter purer Gemütlichkeit; wie auch immer.
Ab unter die Dusche.