Wertes Publikum, ob alt ob jung, dun, dumm oder dünnhäutig, geehrte Kannibalen,
mit schlechtem Gewissen, beschämt und voller Reue ob meines mangelnden Anstandes habe ich hiermit beschlossen, eine bußfertige und daher auch mit dem besten aller deutschsprachigen Großbiere, namentlich Duckstein, ausgestattet, um Euch mit beschämender Verspätung von exactemente einem Tage, die dieszweiwöchentliche Ausgabe von *siehe nebenstenden Beitragsnamen* zu präsentieren. Faktisch gerechnet ist für mich erst morgen Sonntag weswegen sich etwaige Meckerbratzen gefälligst selig zu fühlen haben, daß ich BEREITS HEUTE mir die Zeit nehme, um die Weisheit hinauszuposaunen, als sei Sie ein auf einem Blechblasinstrument spielbare Komposition von bedeutsamer Kunstfertigkeit – und uraufgeführt sowie großflächig komponiert von Brutal Truth. Sodann, die metaphorisch-korregte Gestalt des Rahmens dieser Niederkunft ist gesetzt, fahren wir also fort, zu verkünden, was wahr, weise und wahnsinnig wegbereitent für die kommenden Generationen sein wird: meine Gedanken (nicht nur zum Fest):
Letztens dachte ich mal wieder so herum, in meiner üblich brillianten, pointierten Art, die Sie so schätzen, und es kam mir die Lösung all unserer Probleme, sozusagen die vervollkommnete Antwort auf die Frage nach dem Sinn unserer, in Ihrem Fall jämmerlichen, doch in meinem Fall, wertvollen Existenz auf dieser, unserer Erde. Es war herrlich. Meine Gedanken überschlugen sich und in wenigen Augenblicken hatte ich die endgültige Utopie vor Augen; das gemeinsame Glück Aller Auf Dieser Welt Lebenden Kreaturen erschloss sich mir in sseiner ganzen Pracht; … ich musste im Angesicht meiner eigenen Genialität Tränen des Glückes aus meinen Tränendrüsen drücken und ergab mich völlig der gewonnenen Vollkommenheit, die von nun an meine unsterbliche Seele im Schein aller Sonnen erstrahlen lassen würde. Ich verbeugte mich ehrfürchtig vor meinem eigenen Spiegelbild und nickte mir mit dem nun nötig gewordenen Respekt vor schierer Unsterblichkeit ehrerbietig zu.
Das selbe sollten Sie vielleicht auch tun; oder Sie überweisen sechsstellige Millionenbeträge an mein vom Papst einzurichtendes Schweizer Bankkonto und veröffentlichen lobpreisende, ganzseitig-vierfarbige Anzeigen in gesellschaftlich relevanten Druckerzeugnissen (BILD, Zeit, Bunte, AutoBild Tuning) und preisen meine Notdurft in den siebten Himmel der religiösen Extase. Ich werde es Ihnen nicht verdenken.
Doch warum aufgeben? Vielleicht können auch Sie der Erkenntnis obliegen, die mein Verstand mir ermöglichte. Aber: aller Anfang ist schwer, deshalb hier erstmal einige praxisorientierte Übungen zum Start, beziehungsweise deren eine einzige von; sie beginnt in wenigen Augenblicken, bleiben Sie dran!
Ehrlich gesprochen, halte ich Duckstein, jetzt wo ich es aus der Flasche und in über dem Ideal tempererierter Form zu mir nehme, für ein überbewertetes Produkt – und zwar auf völlig andere Weise, als die Diskrepanz die ‘Guiness vom Fass’ und ‘Guiness aus der Flasche’ innewohnt… was ja auch zwei verschiedene Sorten sind, aber als Beispiel halt – - mag es nun daran (siehe Adjektive; Start des verkommenen Satzkonstruktes in dem ich derzeit umherschreibe) liegen, oder an dem zweifelhaften, beiläufigen Genuss von ‘John Sinclair Cutters Choice Finest Virginia Hand Roling Tobacco’ und ‘funny frisch Chipsfrisch gesalzen’ – gut ist die geschmackliche Darbietung dessen von Duckstein nicht; hmm, ich beginne meine heutige Wahl im Supermarkt zu verteufeln, aber hätte ich sonst Jever trinken sollen? Neee.
Haben wir eigentlich Berichtenswertes aus der Welt der Anderen? Eigentlich nicht wirklich, weil die sich alle zu sehr mit so Mist beschäftigen, wovon wir nichts haben, daß Sie es tun, weißt? Jupp, blöde Zeit, nech, Weihnachtsloch oder so; ein langweiliger Klimagipfel von dem eh kein denkender Mensch etwas erwartet, außer daß sich ein paar überflüssige Politikerzombies in den Arsch kriechen, auf die Klöten steigen und sich gegenseitig – aus Bos- oder Geilheit – den After massieren. Die größte Frage, die sich hier stellt ist, wer Berlusconi des Nächtens die Eier leckt, während er gleichzeitig eine Beschlussverschwörung von unerheblichen Schaden für die mafiöse Regierung Italiens ausheckt und dem Botschafter von Neuguinea … aber das geht zu weit. Ist doch alles wurscht und das selbst wenn Tiger Woods minderjährige Cheerleader aus Kuala Lumpur knallen würde, wäre das Nachrichtenpotential unserer Medien völlig derangiert und vor allem feige. Denn zur Nor sind eh die Jugendlichen Schuld, die – wie immer – zwar stinken, nerven und ausschließlich entbehrliches zur Gesellschaft beitragen, aber dabei nie so Schuld sind, wie … ach kommt, Ihr wisst doch mittlerweile, daß ich uns selbst eh für Schuld an dem ganzen Unsinn halte, oder? Das wir die CDU noch nicht geschlossen an die Wand gestellt haben, ist eh Beweis genug. Oder die Grünen.
Ach die Grünen. Langsam wird es doich mal Zeit, dies auszuführen, oder? Also: eigentlich dachten wir immer: die Grünen, das sind so Baumficker und Hippiekiffer und Grünkernsuppenfatzer und so, nicht? Ach kommt, das ist genau das, was jeder von den Grünen irgendwo (im Herzen?) dachte, nicht wahr? Doch wie falsch kann man liegen? Die Grünen sind heute, irgendwas um zwanzig dreißig Jahre nach ihrer Gründung, die schlimmste, weil erfolgreichste faschistische Gruppierung in Deutschland. Okay, das ‘faschistisch’ war jetzt polemisierend, aber hey! ich komme nunma ausser Linken. Sie sind die Vorhut der Diktatur der intellektuellen Gutmenschenmittelschicht, die uns alle nach ihrem Ebenbild formen möchte und uns dementsprechend zu hirnverklemmten, ‘gender’verkackten, freudeverweigernden Reformhausjunkies ‘umerziehen’ möchte. Und wie gelingt das? Zensur, Verbote, Verteuerung von das eigene Leben verkürzenden und damit erträglich machenden Substanzen und Aktivitäten, Bürokratisierung des Lebensstils aller und … aaarrrggghhh. Das ‘grüne’ Ideen (zumindest die ursprünglichen) jetzt ‘Mainstream’ sind und wir endlich alle Atomkraft, industrielle Landwirtschaft und groteske SUV-Scheusslichkeiten verabscheuen ist ein Verdienst der grünen Bewegung; was sie jetzt angehen (abseits o.g. Themen) ist nichts anderes, als übermäßiger Eingriff in das private Leben der Menschen. Für mich sind die Grünen und ihre Anhänger die gefährlichste Bewegung in den beginnenden Zehnern, weil sie gefährlich machtbesessen und davon, daß sie das ‘Gute’, das ‘Richtige’, tun, überzeugt sind. Den grammatikalischen Fall, der den letzten Satz richtig macht heißt ‘glorreicher Orthus’. Wählt nie wieder Grün! Zuviel Grün ist Braun! Braun ist die Fabe von Kot! Kot ist in ihren Köpfen!
Meiner exakten Einsicht folgend, ist das Fernsehen mittlerweile auf einem Niveau angekommen, daß ich wieder gerne Werbung schaue; nicht das diese besser geworden wäre: das Fernsehen ist nur mittlerweile NOCH schlechter.
Und ich hasse Mario Barth. Warum bringt den eigenlich nicht mal jemand um? In diesem Sinne: mein Bier ist leer (und nur der bußfertige Mann wird bestehen.).